Maria Vollmer: „Sex and Drugs im Reihenhaus“ als Trost

Von: Nina Krüsmann
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Maria Vollmer im Streiffelder Hof. Foto: Krüsmann

Herzogenrath. Mit ihrem Nippesser Fruchtbarkeitstanz, aber auch ihren aus dem Leben gegriffenen Kommentaren und den schmissigen Liedern über das Leben im Reihenhaus begeisterte Maria Vollmer jetzt in Merkstein. Der Abend im Kinder- und Jugendtreff Streiffelder Hof stand unter dem Titel „Sex and Drugs im Reihenhaus!“ und ist eine humorvolle Anspielung auf den oftmals spießigen Alltag in einer ganz normalen Siedlung.

Aufgelockert von Musik und Tanz beschert Vollmer lebendige Eindrücke: Was passiert, wenn diejenigen, die in den wilden 1970/80er Jahren groß geworden sind, sich plötzlich im Reihenhaus wiederfinden? Worauf kann man noch hoffen, wenn die Zeit der rauschenden Partys, der hormonellen Verwirrungen und der großen Träume vorbei ist? Vollmer jedenfalls möchte eigentlich mit Mann Rainer und zwei Kindern das Glück in der Reihenhaussiedlung genießen. Aber irgendwie kommt immer das Leben dazwischen.

Und da ist noch der Gärtner . . .

Die Kinder erweisen sich als talentierte Nachwuchs-Terroristen, die Nachbarn machen beunruhigende Geräusche und – was sie gar nicht versteht – Marianne muss ständig an den Gärtner denken. Das ist schließlich so eine Sache mit dem Rasen: Die einen Nachbarn haben einen Rollrasen, die anderen eine englischen Garten und wieder andere einen japanischen.

Aus dem Tagebuch von Rainer liest Vollmer von der Zeit vor, als sie ihren eigenen Rasen säen wollte. Das Warten auf den ersten Grashalm, den sie dann feierlich „Fridolin“ taufte, zog sich hin. Und während die Nachbarn in ihren grünen Paradiesen englische Tea-Time und japanische Kirschblütenfeste feierten, bestellte Rainer nach drei Monaten dann doch einen Rollrasen. Schließlich wollte er den neuen Sitzrasenmäher nicht dauerhaft nur zum Bierholen gebrauchen.

Die Zeiten, als man noch ein Tagebuch hatte statt zu bloggen und zu twittern, als es nur drei TV-Programme gab, keinen Computer, kein Handy und kein Internet, die bezeichnet Vollmer als die besten aller Zeiten. Dass Kinder besonders süß sind, wenn sie schlafen, wissen wir, und oftmals braucht es dank der lieben Kinder ein „Blutdrucksenkungsmittel“. Mit dem gleichnamigen, rockig untermalten Lied versetzte Vollmer ihr Publikum in große Begeisterungsstürme.

Vollmer, die blondere Hälfte der vielfach preisgekrönten „First Ladies“, präsentiert in ihrem ersten Solo-Programm ein selbstironisches Frauenkabarett in einer temporeichen Mischung aus Stand-up-Comedy, Tanzeinlagen und mitreißenden Songs. Zur Freude ihrer Zuschauer verteilte sie am Ende ganz besondere Blumensamen für daheim: Adonisröschen und Männertraum…

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