Würselen - Mandolinenverein „Edelweiß“ stimmt in den Frühling ein

Mandolinenverein „Edelweiß“ stimmt in den Frühling ein

Von: ehg
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Erfreuten das Publikum: der Mandolinenverein „Edelweiß“ und Solist Mario Taghadossi, die Gesamtleitung hatte Friedhelm Schütz. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. „Komm ein bisschen mit nach Italien“ sang einst Caterina Valente. Diesem Schlager folgend gestaltete der Mandolinenverein „Edelweiß“ ein schwungvolles Frühlingskonzert in der St. Pius X. Unter Stabführung von Friedhelm Schütz erinnerte das Orchester facettenreich an die Zeit, als die „Teutonen“ mit dem VW-Käfer Richtung Süden pilgerten.

Die vielen Konzertbesucher – unter ihnen Bürgermeister Arno Nelles, Erster Beigeordneter Werner Birmanns und der Vorsitzende des Kulturausschusses, Hans-Josef Bülles, schwelgten mit dem Vorsitzenden Herbert Lürken, der humorvoll durch das Programm führte, in Erinnerungen. Erst recht die älteste Besucherin, die 94-jährige Agnes Hilgers.

Klassisch stimmte der wohl temperierte Klangkörper in den Streifzug durch verschiedene Musikepochen ein, mit der Ouvertüre im italienischen Stil des Romantikers Franz Schubert, von den Konzertbesuchern mit reichlich Beifall bedacht. Es folgte der kleine italienische Marsch „Scampalo“ von Gerhard Winkler, ein anspruchsvolles Stück, das das „Edelweiß“ mit Bravour meisterte. Anschließend stellte Bariton Mario Taghadossi seine stimmlichen Fähigkeiten mit „Mattinata“ von Ruggero Leoncavallo unter Beweis. Mit „O mia bella Napoli“, der Liebeserklärung eines Straßensängers an seine Heimatstadt, schmolzen die Herzen der Zuhörer dahin. Einfühlsam brachte das Zupforchester die von Herold Pöhland komponierte „Italienische Serenade“ zu Gehör. Tänzerisch leicht versetzte es seine Zuhörer im Dreiachtel- beziehungsweise Sechsachteltakt mit der „Tarantella napolitana“, einem aus Süditalien stammenden Volkstanz aus der Feder von Altmeister Rudolf Krebs in prächtige Stimmung.

„Funiculi, Funicula“

Als „Glöckner“ bewährte sich Dirigent Friedhelm Schütz mit „Die Glocken von St. Lucio“, in Noten gesetzt von dem Trientiner Komponisten Giacomo Sartori, dessen Werke von Mandolinisten leidenschaftlich gerne gespielt werden. Dann der Ohrwurm italienischer Volksmusik schlechthin, das neapolitanische „Funiculi, Funicula“. Luigi Denza schrieb es anlässlich der Eröffnung der Standseilbahn auf den Vesuv im Jahre 1880. Mario Taghadossi lebte sich in neapolitanischer Mundart und in deutscher Sprache aus. Die Zuhörer waren begeistert. Noch einmal meldete sich Italien-Komponist Gerhard Winkler zurück. Mit seinem 1940 geschriebenen Chianti-Lied versetzte der Bariton sein Publikum nicht minder in Verzückung. Selten gespielt, aber von besonderem Reiz war das „hübsche Stückchen“, wie Herbert Lürken es nannte, „L‘ultimo Fiore“ von Edouard Jacovacci. Das Orchester lotete mit ihm seine Fähigkeiten reichlich aus.

Traditionell zum Schluss folgte ein Walzer aus der Feder von Rudolf Krebs. Das „Edelweiß“ verabschiedete sich mit „Blumen aus Sorrent“.

Bereitwillig gewährte es die geforderten Zugaben, das „Kuckuckslied“ – wie hätte es anders sein sein können? – „O sole mio“, bei dem Bariton Taghadossi noch einmal ganz groß herauskam.

„Zwischendurch“ wurde Vorsitzender Herbert Lürken gefeiert: Im Namen des Orchesters gratulierte ihm Horst Prell zu seinem 50-Jährigen an der Spitze des „Edelweiß“. In Anerkennung seiner langjährigen Verdienste überreichte er ihm einen Blumenstrauß und ein persönliches Präsent.

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