Alsdorf - „Man lebt nur einmal”: Kult-Ensemble feiert einen Lacherfolg

„Man lebt nur einmal”: Kult-Ensemble feiert einen Lacherfolg

Von: est
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Turbulentes Familienleben: Die
Turbulentes Familienleben: Die Gruppe „Kult” heimste mit „Man lebt nur einmal” viel Beifall ein. Foto: Stiebler

Alsdorf. Das Theaterstück „Man lebt nur einmal” feierte eine gelungene Premiere an der Marien-Realschule. Aufgeführt wurde es vom Ensemble „Kult”. „Die Gruppe setzt sich aus ehemaligen Schülern, Lehrern, Bekannten und Verwandten zusammen”, erklärt Marianne Spille, Schulleiterin der Marienschule.

Das knapp zweistündige Stück aus der Feder von Moss Hart und Georg S. Kaufmann wurde in der Sporthalle der Marienschule aufgeführt. Es spielt im New York der 1930er Jahre. Im Hause von Großvater Martin Vanderhof lebt eine Familie, die auf den ersten Blick einen nicht ganz „normalen” Alltag führt. Tochter Essie möchte Tänzerin werden und erklärt gemeinsam mit ihrem Tanzlehrer das Wohnzimmer zum Tanzstudio.

Ihr Verlobter spielt Piano dazu: „Ed, spiel doch dieses Beethoven vor, das du komponiert hast!” Vater Paul Sycamore und Mr. De Pinna, einem Bekannten, der vor Jahren einfach mit ins Haus gezogen ist, erfinden Feuerwerkskörper, weshalb es aus dem Keller regelmäßig raucht und knallt. Doch alle sind mit ihrem Leben vollkommen zufrieden: „Wenn das so weitergeht, will ich 150 Jahre alt werden”, meint der Großvater. Eine „Familie, die sich liebt und versteht”, wie Tochter Alice meint.

Das einzige Problem sind die Eltern ihres Geliebten Tony Kirby. Er ist Sohn einer erfolgreichen, angesehenen und, in den Augen von Alice, „wirklich normalen” Familie. „Warum sind wir nicht so normal wie alle anderen?” fragt sich Alice.

„Vor dem Auftritt war ich etwas nervös, aber nach der Pause waren alle dann etwas lockerer”, sagt Alina Rombach. Die 21-Jährige ist erleichtert. Sie spielte gleich zwei Rollen: Frau Kirby und Donald, den Geliebten von Rheba, dem Hausmädchen. „Man ist aufgeregt, ob man alle Texte noch drauf hat. Man weiß auch nicht, ob das Publikum die Aufführung auch lustig findet”, meint sie. Schulleiterin Marianne Spille kann beruhigen: „Obwohl zum ersten Mal so etwas Komisches aufgeführt wurde, ist es sehr gut angekommen.”

Ungefähr alle eineinhalb Jahre führt die Gruppe „Kult” ein Stück auf. „Letztes Jahr nach den Sommerferien haben wir angefangen, uns ein Stück zu suchen”, erklärt Siegrid Rombach. Sie inszeniert die Stücke seit 1999, führt Regie. Sie leitet dazu auch noch die Theater-AG der Marienschule. Die Schauspieler hatten trotz der frühen Planung mit einigen Problemen zu kämpfen. „In den letzten Wochen vor der Aufführung mussten wir noch drei Rollen umbesetzen”, erzählt Siegrid Rombach. „Eine Rolle so kurzfristig einzuüben, ist dann schon anstrengend”, meint Nina Cischatko, 22 Jahre alt. Sie ist seit der Gründung von „Kult” im Jahr 2005 dabei und war vorher seit 1999 in der Theater AG. Alina Rombach ist seit zwei Jahren mit von der Partie: „Letztes Jahr habe ich auch mitgespielt, davor war ich Souffleuse”, berichtet die Tochter der Regisseurin.

„Einfach nur spitze”

Einmal in der Woche treffen sich die Darsteller zur Probe erklärt Schulleiterin Spille. „In den letzten Wochen allerdings viermal pro Woche”, betont sie. „Die Generalprobe war, wie es sein muss: Nicht so gut”, lacht Alina Rombach. Doch „die Aufführung ist sehr gelungen. Es ist humorvoll, und ich habe richtig gelacht”, bestätigt Charly Feck. Der 56-jährige hat sich extra ein T-Shirt mit der Aufschrift „Fan” drucken lassen. „Ich bin von Anfang an ein Fan, seit 1999, weil viele meiner Verwandten hier mitmachen.”

Auch die Spille war begeistert: „Ich fand es einfach nur spitze! Einige unserer jungen Schauspieler haben sich selber übertroffen.”
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