Herzogenrath - Mahnen zum Tag des Baumes

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Mahnen zum Tag des Baumes

Von: Nina Krüsmann
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Mahnen zum Tag des Baumes an der Dahlemer Straße: das Bürgerbündnis „Aufgebäumt“. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Eine große Wolke von Bauschutt nebelt die mahnenden Kreuze an der Dahlemer Straße von Stunde zu Stunde ein. Zum Tag des Baumes veranstaltete das Bürgerbündnis „Aufgebäumt“ dort eine Mahnveranstaltung. Seit 1952 schon gibt es diesen Gedenktag, den das Bürgerbündnis „Aufgebäumt“ aus Herzogenrath aus gegebenem Anlass in diesem Jahr erstmals begangen hat.

Zunächst trafen sich die Mitglieder des lockeren Zusammenschlusses am Soziokulturellen Zentrum Klösterchen an der Dahlemer Straße in Ritzerfeld. Dort erinnern Kreuze mit schwarzem Trauerflor an die zwölf bereits gefällten Ahornbäume. Das Bündnis klagt: Ein von mehr als 800 Herzogenrathern unterzeichneter Bürgerantrag für den Erhalt aller Ahornbäume sei ignoriert worden.

Die Verwaltung habe, statt mit den Bürgern zu reden, die Kettensägen sprechen lassen, noch bevor der Antrag im Fachausschuss behandelt worden sei. Seit November 2012 ist das Bündnis rund um Sprecher Wilfried Hammers aktiv, um das „inakzeptable Verhalten“, das nichts mit der vielfach beschworenen Bürgerbeteiligung zu tun habe, anzuprangern.

Spontanaktion mit Ausdrucksformen, die jeder selbst bestimmen konnte, Wortbeiträge und Debatten sowie kreativ-künstlerische Aktionsformen waren dabei vertreten. Künstlerin Inga Kramer hatte für den noch stehenden Baum an der Ecke des Grundstücks einen textilen Schutzmantel geschaffen – „damit der Baum keine kalten Füße kriegt“. Die noch verbliebenen vier Bäume sollen laut Angaben der Stadt vorerst stehen bleiben.

Weil der Schutz und die Fürsorge für diese Bäume im Vordergrund stehen, veranstaltete Tanzpädagogin Bettina Lauber eine Performance vor den Bäumen. Künstlerin Linda Hennemann hatte eigens ein Gemälde der Ahornbäume geschaffen, das nun im Klösterchen seinen Platz finden soll. Wie im Kulturzentrum üblich, bestand die Veranstaltung aus einer bunten Mischung aus politischem Ratschlag und künstlerischen Impulsen. Viele Herzogenrather wohnten der Performance bei.

Der Tag des Baumes geht auf die Aktivitäten des amerikanischen Journalisten Julius Sterling Morton zurück. 1972 beantragte er bei der Regierung von Nebraska eine Resolution, die binnen 20 Jahren in allen US-Bundesstaaten angenommen wurde. In Deutschland wird der Tag des Baumes seit 1952 begangen und erinnert an die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft.

Passend zum nahenden Tanz in den Mai wurden am späten Abend die Birken am Klösterchen mit bunten Bändern geschmückt. Im Saal des Klösterchens schwelgten die Bündnismitglieder dann noch in alten Erinnerungen an die Dahlemer Straße, machten anhand von Fotopräsentationen einen Vorher-Nachher-Vergleich. Und sie blickten nach vorne: „Ein Sommerfest für alle Anwohner ist in Planung“, kündigte Wilfried Hammers an.

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