Alsdorf - Männertag: „Nur Testosteron bringt was”

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Männertag: „Nur Testosteron bringt was”

Von: Christoph Hahn
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Leisteten Aufklärungsarbeit beim vierten Alsdorfer Männertag: (v.l.) Professor Dr. Thomas-Alexander Vögeli (Medizinisches Zentrum), Josef Pagen (Vorsitzender der Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Alsdorf) und der niedergelassene Urologe Dr. Thomas Pulte. Foto: Christoph Hahn

Alsdorf. Wenn es um das Thema „Gesundheit” geht, kann es in Alsdorf nicht genug Informationen geben. So gab es am Samstag unter dem Dach der Stadthalle am Denkmalplatz nicht nur ein groß angelegtes Informationsforum für Diabetiker und alle, die es nicht werden wollen, sondern auch den vierten Männertag.

Organisatoren der urologisch orientierten Veranstaltung waren die Alsdorfer Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe und ihr rühriger Vorsitzender Josef Pagen.

Pagen hatte es verstanden, sich die geballte medizinische Kompetenz aus dem Nordkreis für die Prävention und Therapie von Prostatakrebs und ähnlichen Leiden ins Haus zu holen. So stellte Dr. Thomas Pulte, in Bardenberg mit Kollegen in der „Praxis am Wasserturm” tätig, die Frage: „Wie viel Hormone braucht der Mann?” Geklärt hat er das auf eine für die rund 50 Zuhörer gut verständliche Art: „Nur Testosteron bringt wirklich was.”

Ein weiteres Stück Aufklärung: „Auch wir Männer kennen Wechseljahre - allerdings schleichender als bei Frauen”, gab der Facharzt zu Protokoll.

Diese Wechseljahre des Mannes, erklärte Pulte weiter, brächten einen Rückgang des Testosteron-Spiegels und damit eine ganze Reihe an unerquicklichen Folgen mit sich, so unter anderem Osteoporose, ein Rückgang von Muskelkraft und Sexualfunktion sowie Blutarmut.

Klartext sprach auch Professor Dr. Thomas-Alexander Vögeli, Chefarzt der Urologie im Medizinischen Zentrum (MZ). Markant wirkte schon sein Glaubensbekenntnis: „Nicht immer, wenn sich etwas Neues tut, wird´s dadurch besser.” Besondere Kritik übte Vögeli in diesem Zusammenhang an der so genannten PET-Diagnostik: „Diese Methode ist oft nicht sinnvoll und reine Geschäftemacherei.”

Das Problem: Zu 20 Prozent seien die Befunde falsch. Außerdem würden die Kosten meist nicht von den Kassen übernommen. Der Patient müsse meist alle Kosten aus eigener Tasche berappen. Dem gegenüber stelle der Pca3-Test „einen Schritt in die richtige Richtung” dar. Der Chefarzt vorsichtig dazu: „Ein kleiner Vorteil scheint sich daraus zu ergeben.” Handfest wurde Vögeli dann, als es um Tipps zur Vorbeugung ging: Viel Sex sowie der Genuss von Rotwein und grünem Tee seien in ihrem Wert nicht zu toppen - schon gar nicht von Multivitamin-Präparaten, sagte er, denn die „haben sich schon längst als schädlich herausgestellt”.
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