alemannia logo frei Teaser Freisteller

Machen Lkw einen Bogen um Baesweiler?

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
8644979.jpg
Ab hier außer Lieferverkehr keine Lkw mehr: Auch vor dem Beggendorfer Gewerbegebiet ist das Durchfahrtverbot ausgeschildert. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Seit einer Woche fließt der Verkehr wieder über die Settericher Hauptstraße. Die Umgestaltung ist bis auf kleinere Baustellen auf den Gehwegen beendet, die Autos dürfen wieder durchrollen. Aber nur die Autos.

Denn jetzt wird sich zeigen, ob das Lkw-Durchfahrtverbot für Baesweiler, das die Stadt zum 28. Juli flächendeckend ausgeschildert hatte, wirklich fruchtet. Gerade auf der Settericher Ortsdurchfahrt hatten die großen Laster in der Vergangenheit nicht selten für Verstopfungen und Lärm gesorgt.

Sicher ist es noch zu früh, um umfassend zu belegen, dass die Brummis jetzt einen Bogen um Baesweiler machen. Aber Klaus Schäfer hat ein ganz gutes Gefühl. Vor dem Umbau der Hauptstraße hat der Vorsitzende des Settericher Gewerbevereins sich täglich über die Lkw geärgert, die an seinem Schaufenster vorbei donnerten. Und jetzt? „Ist es richtig ruhig geworden“, sagt er. Zwar schaue er nicht ständig auf die Straße, „aber ich habe den Eindruck, dass die Zahl der Laster sehr abgenommen hat.“

Bis sie tatsächlich mal bei Null angekommen ist – abgesehen von den erlaubten Lieferverkehren – kann es aber noch etwas dauern, sagt Bürgermeister Dr. Willi Linkens. Weil viele Lkw-Fahrer ihre Routen vom Navigationsgerät planen lassen, setzt die Stadt genau dort an. Linkens: „Wir haben schon viele Gespräche mit den Unternehmen geführt, die Navigationssysteme und Software für Logistik-Unternehmen entwickeln.“

Druck ausüben könne man auf die zwar nicht, „aber wenn man sie mit neuen Karten und Umgehungsrouten versorgt, dann tut sich da auch was“. Ziel der Stadt ist es, dass die Geräte die Durchfahrtmöglichkeiten für Baesweiler erst gar nicht mehr anzeigen.

Auch die Unternehmen im Gewerbegebiet unterstützen die Stadt in dem Bestreben, Lkw-frei zu sein. Linkens: „Die haben jetzt auch ein Auge darauf, dass ihre Anlieferverkehre die neue Umgehungsstraße B 57n ansteuern.“ Die werde im übrigen schon sehr gut genutzt, sagt er. „Wenn man sich den Verkehr dort anschaut, dann fragt man sich fast, wo die ganzen Fahrzeuge vorher waren.“ Auch aus Boscheln und Geilenkirchen „wird sich ein großer Teil des Verkehrs schon dorthin verlagert haben“, sagt er.

Jetzt, da die Hauptstraße wieder offen ist, würde es der Bürgermeister sehr begrüßen, wenn die Polizei des öfteren in Setterich präsent wäre. „Wir wünschen uns möglichst häufige Kontrollen“, sagt Linkens. Die Stadt selber hat keine Handhabe, das Durchfahrtverbot für Lkw zu kontrollieren, geschweige denn, renitente Fahrer zur Kasse zu bitten. „Aber wir sind mit der Polizei in sehr guten Gesprächen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert