Lukas-Zentrum: Geschichte der aktiven Gemeinde wird lebendig

Von: mabie
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Erkennungszeichen: Der markante Glockenturm des Lukas-Gemeindezentrums wurde 1993 errichtet. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Es war nicht nur der vielstimmige Gesang, der ein besonderes Merkmal des Kaffeenachmittags zum Beginn der Feier von 50 Jahren evangelisches Lukas-Gemeindezentrum war. Pfarrer Joachim Wehrenbrecht begrüßte zu diesem ungewöhnlichen Element der Erinnerung viele Weggefährten, die noch die alte Notkirche in Kohlscheid kennen.

Diese Gefährten haben das zur Zeit seiner Verwirklichung überaus moderne Gebäude ein halbes Jahrhundert lang begleitet. „So ein Treffen zeigt die Lebendigkeit der Geschichte in unserer aktiven Kirchengemeinde“, sagte Wehrenbrecht. Er fungierte nicht alleine als Moderator, sondern spannte auch einen schön nachzuverfolgenden zeitlichen Leitfaden. Er ließ mit den Pfarrern Dr. Winfried Wengeroth, Hans-Jürgen Bath und Bettina Donath-Kreß auch Menschen erzählen, die Gemeindegeschichte vor Ort mitgestaltet haben. „Es fing aber alles damit an, dass eine Kirchengemeinde merkt: ‚Es geht nicht mehr‘“, so Wehrenbrecht. Damit war die über alle Maßen große Auslastung der früheren Notkirche gemeint, die Mittelpunkt für rund 3000 evangelische Christen war.

Im Bungalowstil errichtet

So erfolgte mit der Grundsteinlegung am 3. Oktober 1964 der Startschuss für die Nachfolge der 1933 erbauten Notkirche. Der Plan wurde dabei hochmodern im Bungalowstil umgesetzt. Das bot neue Möglichkeiten, auch wenn im ersten Entwurf des Pfarrhauses glatt die Küche vergessen wurde. Eine Küche wurde aber dennoch integriert und es blieb nicht die einzige bauliche Veränderung, die der über die Jahre auch geänderten Nutzung geschuldet blieb.

So wurde das Lukas-Gemeindezentrum mit dem Krieg auf dem Balkan auch zum Zentrum für Flüchtlingsarbeit. „Damals wurde ein Handarbeitsraum in nur 48 Stunden zu einer Notunterkunft für eine geflüchtete Frau aus Bosnien“, erinnerte sich die damalige Vikarin Bettina Donath-Kress.

Während 1993 der Glockenturm das Gemeindezentrum ergänzte, waren es in den 1970er-Jahren eher die Discoabende, die mit bis zu 250 jugendlichen Besuchern für Bewegung im Zentrum sorgten. „Wir haben damals noch nach dem Abend unsere Anlage aufgeräumt, damit die Anwohner nicht das Chaos sehen mussten“, blickte Pfarrer Dr. Wengeroth zurück, der sich aber gerne an dies Anfänge der Kinder- und Jugendarbeit erinnerte. Zu den Mosaiksteinen, die das Leben im Lukas-Gemeindezentrum noch bunter machten, gehörte auch die Zusammenarbeit in der Ökumene. So berichtete Hans-Jürgen Bath, der fast 30 Jahre vor Ort als Pfarrer im Dienst war, wie gemeinsame Buß- und Bettagsgottesdienste mit mehr als 700 Christen bei den Nachbarn der Gemeinde Maria Heimsuchung gefeiert wurden.

Dieses Leben mitten in der Gemeinschaft Kohlscheids bestätigte der erst seit 14 Tagen in Kohlscheid aktive Pfarrer Frank Ungerathen. „Was mich wirklich beeindruckt, sind die Offenheit, die Herzlichkeit und die Direktheit der Menschen“, sagte er.

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