Würselen - Lucas I. zum Kinderprinz proklamiert

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Lucas I. zum Kinderprinz proklamiert

Von: ehg
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Nun hält er das Zepter in der Hand: Kinderprinz Lucas I. (Fuhrmann) wurde in Weiden proklamiert. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Düvelstadt wurde eine Tollität in Weiden proklamiert, Kinderprinz Lucas I. (Fuhrmann). Eingebettet war die Inthronisation des neuen Herrschers der kleinen Narren in ein vom Präsidenten des Karnevalsvereins „Hölze Päed“, Hans-Josef Bülles, locker moderiertes, zündendes Rahmenprogramm.

Dabei waren Lucas I. und sein Hofstaat einfach umwerfend. Einziger Wermutstropfen eines gelungenen karnevalistischen Abends: Er hätte eine bessere Resonanz verdient gehabt.

Unter den zackigen Klängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ hielten die „Hölze Päed“ Einzug. Ihre Kinder- und Jugendgarde stießen mit flotten Tänzchen in schmucken Kostümen die Tür weit auf zum mehrstündigen Spektakel. „De Stroßeräuber“ brachten den Saal stimmungsmäßig auf Touren.

Mit lobenden Worten für sein Engagement in Sachen Brauchtumspflege auch über Weiden hinaus, verabschiedete der Präsident die bis dato noch amtierende Tollität Heiner I. (Laven) mit seinem Hofstaat. Zu seinen Ehren legte Prinzenmarie Vanessa (Wezel) ein letztes Tänzchen aufs Parkett.

Für Seine Tollität Lucas I. schlug die Stunde der Übernahme der närrischen Macht. Dabei waltete der neue Präsident des Komitees Würselener Karneval, Hans Sinken, erstmals seines Amtes, in dem er dem jungen Narrenherrscher die Insignien seiner Macht überreichte. Wie er wünschte auch Bürgermeister Arnold Nelles bei der Ausübung der Regierungsgeschäfte ein glückliches Händchen. Aber auch „viel Spaß an der Freud‘“. Zu Ehren von Lucas I. bot Kinderprinzenmarie Laura (Heck) ihr gefälliges Tänzchen dar.

Zur Gratulation „marschierten“ auch das designierte düvelstädtische Dreigestirn, Prinz Harald I., Bauer Achim und Jungfrau Gregoria auf. Eine Überraschung für die neunjährige Tollität waren die „Würselener Prinzen“. Sie brachten „Lucas, dem Lokomotivführer“ ein Ständchen.

Lucas‘ Regierungsklärung hatte es in sich. „Ab sofort dürfen Kinder selbst bestimmen, ob und wie viele Hausaufgaben sie machen“, schrieb er den „Paukern“ ins Buch. Eltern „verpflichtete“ er dazu, mindestens zwei Stunden lang am Tag mit ihren Kindern zu spielen. An die Adresse von Rat und Verwaltung gerichtet: „Alle Spielplätze, Sportplätze und Hallen sind so in Ordnung zu bringen, dass sich Kinder auf und in ihnen wohlfühlen können.“ Und: „Ab sofort dürfen in Spielstraßen und Wohngebieten keine Autos mehr die Spielflächen zuparken.“ Den Bürgermeister und das Dreigestirn verdonnerte er dazu, bei seinen Tänzen das Tanzbein zu schwingen. Nicht nur seine Regierungserklärung zündete. Spätestens nach seinem Prinzenlied, lag ihm das närrische Auditorium zu Füßen. „Nur weiter so“, freute sich Präsident Bülles auf weitere Überraschungen von ihm und seinem Hofstaat.

Schlag auf Schlag ging es weiter im Programm: „Mr. Night Wash“ alias Knacki Deuser stellte voller Esprit seine Qualitäten als „tiefgründiger“ Comedian unter Beweis. Ohne bereitwillig gewährte Zugabe kam er nicht von der Bühne.

Für eine kleine Verschnaufpause sorgten die tanzenden Junioren mit einer begeisternden Vorstellung. Karnevalistische Grüße aus Eschweiler überbrachte die KG „Narrenzunft Pumpe Stich“ unter ihrem Präsidenten Stefan Lenzen. Nicht abseits stehen wollten die tanzenden „Hölze Peäd“-Damen. Gehörig auf die Pauke hauten am Ende noch die „Öcher Stadtmusikanten“ - bis Mitternacht.

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