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Lob für Erhalt der Schule, Kritik an Informationspolitik

Von: mas
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Baesweiler. Der Fortbestand der Lovericher Grundschule ist gesichert. Per Ratsbeschluss wird sie ab dem Schuljahr 2013/14 ein katholischer Teilstandort der Gemeinschaftsgrundschule St. Andreas Setterich sein.

Ein Umwandeln der Organisationsform wird notwendig, „weil zu erwarten ist, dass die gesetzlich vorgegebene Mindestschülerzahl von 92 nicht erreicht wird”, begründete Bürgermeister Dr. Willi Linkens bei der Entscheidung im Stadtrat. Zum Schuljahresbeginn nach den Sommerferien werden voraussichtlich nur noch 84 Kinder die Lovericher Schule besuchen, im nächsten Jahr reduziert sich die Zahl dann auf 77. Um die Schule zu erhalten, wird sie als Teilstandort weitergeführt.

Bevor der Beschluss gefasst wurde, wurde im Stadtrat noch einmal intensiv diskutiert. SPD-Fraktionschefin Gabi Bockmühl geißelte dabei die Informationspolitik der Stadtverwaltung: „Es gab im Vorfeld schon reichlich Unruhe bei den Eltern, sonst hätten wir ja gar nicht reagiert”, konstatierte sie. Jedoch betonte Bockmühl, „dass wir den Erhalt der Schule natürlich begrüßen.”

CDU-Fraktionsvorsitzender Mathias Puhl warf der SPD vor, „dass sie die Eltern der Schüler gern in Panik und Schrecken versetzen möchten, um daraus politisches Kapital zu schlagen”.

„Ohne Abstriche” unterstützten die Grünen das Konzept zur Erhaltung des Schulstandortes Loverich, wie Fraktionschef Rolf Beckers bekräftigte. Er kritisierte allerdings, dass „der Schulausschuss in dieser Sache zu spät informiert” worden sei. „Das Konzept oder der Auftrag an die Verwaltung hätte zuerst in den Fachausschuss gemusst, das wäre für uns der richtige Weg gewesen.” Beckers vertrat zudem die Auffassung, dass auch der Teilstandort als Gemeinschaftsschule ausgewiesen werden sollte und nicht, wie der Beschluss vorsah, als katholische Bekenntnisschule. In diesem Punkt enthielten sich die Grünen, während sich die FDP dem Beschluss in allen Punkten anschloss.
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