Lions rücken Kunst in den Fokus

Von: Stefan Schaum
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Das kann sich sehen lassen: In den Fluren des ITS sind derzeit künstlerische Arbeiten ausgestellt. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Zum Auftakt gab es gleich die große Auswahl: Werke von acht namhaften Künstlern aus Baesweiler und der Region präsentiert der Baesweiler Lions Club im Internationalen Technologie- und Service-Center (ITS). Ein Einstand, der die Lust auf Kunst in der Stadt fördern soll.

Einen eigenen Kunstverein hat Baesweiler zwar nicht, doch will sich der 2009 gegründete Lions Club gern dafür einsetzen, dass künftig des öfteren Ausstellungen in der Stadt zu sehen sind. „Lions Land Art“ war die Premiere überschrieben, und das aus gutem Grund. „Wir wollen zeigen, dass Kunst nicht nur in größeren Städten wie Aachen funktioniert, sondern auch in ländlicheren Regionen“, sagte Samira Idries, Pastpräsidentin des Baesweiler Lions Clubs, bei der Vernissage, die guten Zuspruch fand. Rund 100 Gäste begrüßte Bürgermeister Dr. Willi Linkens. Er rückte das Engagement der Lions in der „Löwenstadt“ gern in den Vordergrund. „Es ist erstaunlich, was der Club in den vier Jahren seines Bestehens schon alles auf die Beine gestellt hat. Heute ist wieder einmal eine gute Gelegenheit, dafür Danke zu sagen.“

Der Abstraktion verbunden

Eine Tochter der Stadt hatte mit dafür gesorgt, dass sich so viele Künstler beteiligten: Die heute in Aachen lebende Künstlerin Renate Müller-Drehsen hatte nicht lange dafür werben müssen. „Das ITS bietet einen guten Raum für die Kunst. Das große Glasdach lässt viel Licht ins Gebäude, das ist ideal“, sagte sie. Auch eigene Bilder zeigt sie in der Ausstellung. Ihre Malerei ist der Abstraktion verbunden, die Bildinhalte sind auf klare Farben und Formen reduziert. Schicht um Schicht trägt sie auf die Leinwand, so dass die eine eigene Körperlichkeit erhält.

Experimentell und „altmodisch“ zugleich sind die Fotografien von Gundolf Bruchhaus. Analoge Schwarz-Weiß-Fotografien hat er in klassischer Dunkelkammer-Arbeit so verfremdet, dass das jeweilige Motiv in der Bildmitte verfremdet und verdreht auch den runden Rahmen der Fotografie bildet. „Photoanamorphosen“ sind seine Aufnahmen überschrieben.

Durchweg eindrucksvolle Schwarz-Weiß-Fotografien karger französischer Landschaften des ostbelgischen Fotografen Michael Dohle sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen.

Einen Fotografen hat der Baesweiler Künstler Peter Kohlhaas sich zum Vorbild genommen: Vom Porträt-Stil, den August Sander in den 1920er Jahren pflegte, sind die gemalten Porträts inspiriert, die Kohlhaas mit Graphit und Mischtechnik geschaffen hat.

Erdfarben und einfache, geschwungene Formen bestimmen die Malereien, die Harald Klein im Internationalen Technologie- und Service-Center zeigt. Geometrischer strukturiert sind im Vergleich die Bilder von Karl Monschau. Mit Farbstiften hat Gerlinde Zantis ihre menschenleeren Landschaften und Gebäude gezeichnet. Verspielt sind die Objekte, die Franz Buchholz gebaut hat. So besteht seine Skulptur „Die Demagogen oder Bla Bla Maschine“ aus übereinander angeordneten, klappernden Gebissen und einem Lautsprecher, aus dem Politiker-Zitate zu hören sind. Auch Laserobjekte gehören zu seinem Werk.

Rund 40 Exponate

Rund 40 Exponate sind in den Fluren auf drei Etagen im ITS zu sehen. Bei der Vernissage genossen bereits gut 100 Besucher den Anblick.

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