Alsdorf - Lina Göttlich liest 74 Bücher in sechs Wochen

WirHier Freisteller

Lina Göttlich liest 74 Bücher in sechs Wochen

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
feschmoek_bu

Stets etwas zu lesen zur Hand: Lina Göttlich verbringt kaum einen Tag ohne Buch. Foto: Schaum

Alsdorf. Es ist nicht so, dass Lina Göttlich während ihrer Sommerferien gar nichts anderes getan hat, als zu lesen. „Ich hab´ auch viel gespielt”, sagt die Zehnjährige mit einem Lächeln. Dennoch: Ein Buch war stets in Griffweite.

Und so kommt es, dass sie binnen sechs Wochen enorme 74 Bücher verschlingen konnte. Und im Rahmen der Aktion „Ferienschmökerbande” der Alsdorfer Stadtbücherei eine Rekordmarke gesetzt hat, die so leicht nicht zu knacken sein dürfte.

Zum dritten Mal hatte die Bücherei Grundschüler dazu aufgefordert, ihre Sommerferien auch mit dem ein oder anderen Buch zu verbringen. Wer nach der Lektüre bei der Rückgabe eine Frage zum Inhalt beantworten konnte, bekam einen Stempel in den Bandenausweis. Und jeder, der zum Schluss mindestens drei gesammelte Stempel vorweisen konnte, ging mit einem Gewinn nach Hause.

Den Sonderpreis für die meisten gelesenen Titel hat freilich Lina abgeräumt, die es im Schnitt auf zwölf Bücher pro Woche brachte. „Und ich habe mir nicht mal die dünnsten Bücher ausgesucht”, sagt sie. Im Bus oder Zuhause - eines der 220 Bücher, die die Bibliothek für die Aktion mit Hilfe des Fördervereins angeschafft hatte, hatte sie immer zur Hand. Wie eine Antwort auf die Frage, warum sie überhaupt soviel lese: „Weil Lesen Spaß macht und bildet!” Und weil es spannend sei, schließlich lese sie Detektivgeschichten am liebsten. Bloß an den Inhalt jedes Buches, dass sie jüngst in Händen hatte, könne sie sich schon nicht mehr erinnern. „Das waren doch zu viele.”

Ihren achtjährigen Bruder Lars, der sonst nicht ganz so lesebegeistert sei, habe sie übrigens angesteckt. „Der hat immerhin 44 Bücher geschafft.” Damit hätte auch er den alten Rekord der „Ferienschmökerbande” glatt übertroffen, der im Vorjahr bei 38 gelesenen Titel lag.

In die Nähe wäre Alsdorfs Bürgermeister Helmut Klein als Kind wohl nicht gekommen, wie er bei der Preisvergabe anmerkte. „Ich habe zwar auch sehr gerne gelesen, aber mehr als fünf Bücher habe ich in den Ferien nie geschafft.” Die Lesefreude der Kinder begrüßte er sehr. „Fernsehen ist ja schön und gut - aber es gibt nichts, das die Fantasie so sehr anregt, wie ein gutes Buch.”

145 Kinder waren Mitglieder der diesjährigen Schmökerbande. 85 von ihnen hatten die Mindestzahl von drei Büchern gelesen. Ausreichende Preise - vom MP3-Player bis zum Eintrittsgutschein für einen Freizeitpark - hatten Sponsoren bereitgestellt.

Anreize setzen

Mit dem Ende der Aktion wird die Leselust nicht enden, hofft Büchereileiterin Angela Silberberg-Schön. „Viele, die unser Angebot kennengelernt haben, kommen gerne wieder.” So waren 40 der diesjährigen Teilnehmer zuvor noch keine Leser in der Kartei der Bücherei.

Noch einen weiteren Anreiz will das Büchereiteam setzen, um junge Leser bei der Stange zu halten. „Wir schreiben alle Grundschulen an, deren Schüler teilgenommen haben.” Mit der Bitte, die Teilnahme an der „Ferienschmökerbande” auf dem Zeugnis zu vermerken. „Damit könnten Schulen einen besonderen Beitrag zur Leseförderung leisten”, sagt die Büchereileiterin.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert