Lesertour: Führung durch Alsdorfer Tierpark

Von: mabie
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Das von Tierpark-Leiter Stefan Heffels geliehene Geweih war Nils doch nicht ganz geheuer, da flüchtet er sich lieber lachend in die Arme seiner Mutter Heike Dehnert-Hansen. Foto: Markus Bienwald

Alsdorf. Wie schnell doch so eine Schachtel Wildfutter leer sein kann, merkte Hannelore Pohl ganz schnell, als beinahe alle Ziegen des Streichelzoos auf sie zustürmten. Natürlich waren die oft als zickig verschrienen Tiere nicht wirklich ruppig, aber sie wussten bei der Stippvisite unserer Lesertour ganz genau, was sie wollten.

Doch der Streichelzoo war nur eine der vielen Stationen, die Parkleiter Stefan Heffels und Tierpflegerin Lena Emonts-Holley an diesem sonnigen Sommertag für unsere Leser anliefen. Schließlich misst das in den 1960er-Jahren entstandene Parkgelände gut 30 Hektar und bietet mit immer wieder neuen Attraktionen immer wieder neue Gründe für einen ausgiebigen Besuch. Neu ist zum Beispiel auch das für Rollstuhlfahrer geeignete Karussell, das erst in diesem Jahr die weitläufigen Spielflächen erweiterte.

Viel Platz haben auch die Wasservögel, die sich auf dem Weiher des Tierparks sichtlich wohlfühlen. „Abgesehen von den Vögeln in den Volieren sind die frei lebenden Vögel nur Gäste des Tierparks und gehören nicht mit zum offiziellen Bestand“, erklärte Lena Emonts-Holley beim Rundgang. Mietfrei wohnen dürfen hier aber auch die anderen Tiere im einzigen eintrittsfreien Zoo der Euregio.

So zum Beispiel auch die Schneeeulen, die ihren Nachwuchs mit eindeutigen Signalen zu beschützen wissen. „Die Jungen sind jetzt sieben Wochen alt und werden nächste Woche von den Alttieren getrennt“, ergänzte die Pflegerin. Besorgten Nachfragen kam sie allerdings zuvor, denn ein Falkner nimmt sich der jungen Brut an und vermittelt sie danach an ausgesuchte Einrichtungen.

Lieblingsplätze

Einen Schritt weiter ließen sich die Enten das Futter schon bestens schmecken, während die Waschbären erst nach einem kleinen Weckruf und vielen Leckereien dazu bewegt werden konnten, ihre Schlafplätze kurz zu verlassen. „Wir füttern hier auch Hundeleckerchen“, verriet Lena Emonts-Holley den Gästen, die den scheuen Bärchen auch mal ein paar Häppchen durch das Gitter reichen durften.

Vorbei an der mit Respekt beobachtenden und beobachteten Wildkatze, ging es dann zu einem der erklärten Lieblingsplätze von Stefan Heffels: der Aussichtsbrücke am Rotwild-Gehege. „Hier können Sie einmal ganz in Ruhe die Tiere genießen“, meinte er mit leicht verträumten Blick.

Und noch auf dem Weg zum Streichelzoo neben den nach Streicheleinheiten und Schmackofatz lechzenden Eseln hatte er ein Stück Geweih hervorgezaubert, das er unserem Lesernachwuchs Nils Dehnert-Hansen einmal zur großen Freude von Mutter Heike an den Kopf hielt. Nils fand das dann nicht so geheuer und flüchtete sich lachend in die Arme der Mutter. „Ich finde diese Tour sehr nett“, sagte die begeisterte Teilnehmerin, „und toll ist auch, dass ein bisschen was Erläuterndes erzählt wird. Sonst läuft man ja doch einfach so durch den Park“.

Und auch Hannelore Pohl fand die Tour trotz der etwas aufdringlichen Zicklein ganz hervorragend: „Ich habe heute viel über Tiere erfahren, was ich bisher noch nicht wusste“, schloss sie. Zum Beispiel, dass ein bisschen Futter gar nicht so lange vorhalten kann.

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