bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Lebendiges Andenken an Alsdorfer Komponisten

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
luetter_bu
Umfangreicher Nachlass: Johann Lütters Kompositionen will die Lütter-Stiftung bekannt machen.

Alsdorf/Heinsberg. Die Popularität seines Werks nimmt stetig zu. Jüngst haben es seine Kompositionen gar bis nach Südamerika, Albanien und Südkorea gebracht. Es ist ein Erfolg der Lütter-Stiftung.

Die setzt sich seit zehn Jahren dafür ein, dass das umfangreiche Werk des Alsdorfer Komponisten Johann Lütter (1913-1992) weiterhin Gehör findet. Im Jubiläumsjahr der Stiftung soll das bei vielen Konzerten der Fall sein.

Klavierwerke und Motetten

„Er hat ein faszinierendes Werk hinterlassen”, sagt Ingeborg Lütter, Witwe des Lütter-Sohnes Franz Joseph, der die Stiftung 1991 gegründet hat. Klavierwerke, Messen und Motetten gehören zum symphonischen Werk Lütters, der Chorleitung und Komposition an der Musikhochschule in Köln studiert hatte. Als Küster wirkte er ab 1950 in der Alsdorfer Pfarre Maria Heimsuchung. Auch als Chorleiter war er dort 30 Jahre tätig und schrieb seinen Sängern einige Werke auf den Leib. „Er hat Stücke geschaffen, die für Anfänger geeignet sind und solche, die versierten Instrumentalisten viel abverlangen”, sagt Ingeborg Lütter. Vom einfachen Volkslied bis zum abendfüllenden Musiktheaterwerk reicht die Palette.

Fleißige Werberin

Die Schwiegertochter wird nicht müde, fleißig dafür zu werben. „Ich bin da gerne richtig hartnäckig”, sagt die Heinsbergerin, die des öfteren zu Hauskonzerten mit Lütter-Werken einlädt. „Ich knüpfe per E-Mail Kontakte zu Pianisten in aller Welt und stelle ihnen die Noten vor.” Die Resonanz? „Sehr gut. Es gibt eine Musikhochschule in Argentinien, an der Johann Lütter mittlerweile sogar ein Prüfungsfach ist.”

Auftritt im Dom

Ein Highlight steht in diesem Jahr an: Am Montag, 30. Oktober, wird Lütters „Feierliche Messe” an einem ganz besonderen Ort erklingen: im Kölner Dom wird sie von der Oratoriumsvereinigung Sittard präsentiert. Ingeborg Lütter: „Es war nicht leicht, die Verantwortlichen des Doms davon zu überzeugen.” Doch letztlich sei es nicht ihre Hartnäckigkeit gewesen, die den Ausschlag gegeben habe. „Ich habe einfach ein Paket Noten geschickt. Es war die Qualität des Werkes, die den Ausschlag gegeben hat.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert