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Laumann bei der „Pflegesprechstunde“

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Pflegesprechstunde im Seniorenzentrum St. Antonius: Dabei diskutierten CDU-Bürgermeisterkandidat (5.v.r.) und Pflegebauftragter Karl-Josef Laumann (6.v.r.) mit. Foto: Krüsmann

Würselen. Zu einer „Pflegesprechstunde“ hatte der CDU-Stadtverband Würselen jetzt kurz vor dem Wahlsonntag in das Senioren- und Pflegezentrum St. Antonius in Würselen eingeladen. „Wo drückt der Schuh?“, fragten Bürgermeisterkandidat Werner Birmanns und Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege. Die Lebensqualität im Alter stand im Mittelpunkt.

Das Heim St. Antonius bietet unter der Leitung von Christian Weimer im Zentrum von Würselen 131 Plätze in der stationären und sechs Kurzzeitpflegeplätze. Das Haupthaus, dessen Gesellschafter die katholische Kirchengemeinde St. Sebastian ist, besteht seit mehr als 100 Jahren. Seit 2007 gibt es in einem Neubau 32 Wohnungen für Betreutes Wohnen, die einen Lebensraum für selbstbestimmtes Leben im Alter bieten.

Birmanns diskutierte als CDU-Kandidat für das Bürgermeisteramt der Stadt Würselen mit Laumann, der Geschäftsführung, der Belegschaft des Seniorenzentrums und weiteren Akteuren aus dem Würselener Pflegebereich über die aktuelle und künftige Rolle und Bedeutung der Pflege für die Menschen in Würselen. Angesichts des Fachkräftemangels stellte sich die Frage, ob Pflegeberufe beziehungsweise die Rahmenbedingungen für den Pflegeberuf heute nicht attraktiv genug sind. Hier stellte sich heraus, dass das Teilzeitmodell zukunftsträchtig ist.

Birmanns betonte, dass es sich dabei um kommunale Aufgaben handele, nicht um Entscheidungen, die in Berlin getroffen werden. „Investitionen für seniorengerechte Wohnungen gibt es genug. Wir müssen aber dafür sorgen, dass Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt nicht vereinsamen. Es geht um Daseinsfürsorge vor Ort“, betonte Birmanns. Weiterer Gesprächsstoff bildete die Tatsache, das Pflegekräfte heute ein Drittel ihrer Arbeitszeit mit der Bürokratie verbringen.

Maschinelle Hilfe wie in Japan lehnten die Runde ab. Laumann betonte, dass ein Mensch andere Menschen braucht und keine Roboter. Diese könnten höchstens eine Entlastung beim Heben oder Tragen schaffen. Klar wurde jedoch, dass Würselen rollatorgerechte Straßen braucht. Klar ist auch: Der Bürgermeister müsse dabei mithelfen, dürfe sich nicht nur auf die Jugend konzentrieren. Zum Beispiel nicht nur beim Neubaugebiet Kapellenfeldchen sollte auf eine seniorengerechten Planung. „Wir brauchen einen Perspektivwechsel. In Deutschland gibt es keinen Kampf der Generationen. Wir müssen die Bedürfnisse der älteren Mitbürger mehr in den öffentlichen Fokus rücken. Wir brauchen eine erkennbare Lobby und praxisbezogene Diskussionen, zum Beispiel zum Thema Demenz“, betonte Laumann. Großes Lob wurde laut, dass diese Diskussion vor Ort geführt wurde.

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