Alsdorf - Laubsammelkisten kommen an

Laubsammelkisten kommen an

Von: -ks-
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Versuch viel versprechend, aber flächendeckend zu zu teuer: Die Laubsammelbehälter - wie hier im November an der Rolandstraße - wurden gut angenommen, sind aber auf Dauer zu teuer. Foto: Stüber

Alsdorf. Wohin mit dem Laub, das von Bäumen „aus dem öffentlichen Verkehrsraum” stammt? Abgesehen davon, dass der Wind wohl keinen Unterschied zum Gehölz auf Privatbesitz oder auf Firmengelände macht, hatte der Eigenbetrieb Technische Dienste der Stadt Alsdorf auf Antrag der SPD-Fraktion versuchsweise zwei Laubsammelkisten von Ende September bis Ende November aufgestellt.

Einen an der Rolandstraße in Begau, den anderen an der Hunsrückstraße in Schaufenberg. Unabhängig davon standen und stehen für die Entsorgung aus dem eigenen Garten weiterhin Grüncontainer im Stadtgebiet zur Verfügung.

Nun wurden die Erfahrungen mit den „öffentlichen” Kisten im Betriebsausschuss vorgestellt. Demnach wurde der Standort Rolandstraße gut angenommen. Dennoch mussten städtische Bedienstete zusätzlich mit Laub gefüllt Säcke abholen, „wenngleich ein Befüllen der Laubsammelkisten in geringer Entfernung möglich gewesen wäre”.

Auch die Sammelstelle an der Hunsrückstraße sei gut angenommen worden. Dort wurde aber auch „Zweckentfremdung” festgestellt. Hier wurden Gartenabfälle entsorgt, Restmüll musste mindestens einmal wöchentlich abgeholt werden.

Was würde es kosten, würden flächendeckende Laubsammelkisten im Stadtgebiet aufgestellt und entsprechend geleert werden müssen?

In eigener Regie zu teuer

Akribisch hat der Eigenbetrieb die Anschaffungskosten aufgelistet, und zwar für einen Schlepper (68.000 Euro), einen Saugwagen mit sieben Kubikmetern Fassungsvermögen (50.000 Euro) sowie 25 Laubsammelkästen à 1,5 Kubikmeter je 350 Euro, worin Material und Arbeitsstunden zum Bau enthalten sind (8750 Euro).

Damit aber nicht genug. Zwischen September und November, wenn die Bäume ihr Laubkleid abwerfen, müssten die 25 Kästen zweimal wöchentlich geleert werden. Rechnet man Personal- und Fahrzeugaufwand, die Entsorgungskosten für das Laub, zu erwartende Kosten infolge von Zweckentfremdung (Müllentsorgung) und Reparaturaufwand zusammen, stehen unterm Strich 125.000 Euro - eine stattliche Summe.

Mag sein, dass die Entsorgung des Mülls in Höhe von 25.000 Euro wieder abgezogen werden müsste, weil hier die Refinanzierung über die Abfallgebühren erfolgen würden, so wären aber immer noch rund 100.000 Euro an „freiwilligen Ausgaben” - da keine Pflichtaufgabe, sondern politisch gewollt - aufzubringen.

Alternativ bringt deshalb die Verwaltung „eine verstärkte Bereitstellung von Grüncontainern sowie eine Erweiterung der Grünschnittsammlung im Holsystem” ins Gespräch, die im vollen Umfang über Abfallgebühren zu decken seien. Einhergehen würde damit eine Reduzierung der Gebühr für Laubsäcke, die ausschließlich zur Grünschnittsammlung dienen.

Zudem weisen Verwaltung und Eigenbetrieb darauf hin, dass die Überwachung der Grüncontainer eine wichtige Rolle spielt. Eine Überwachung der Laubsammelkisten sei dagegen unverhältnismäßig, da diese Kisten grundsätzlich 24 Stunden täglich „zum Einwurf” bereitstehen und eine Überwachung mit erheblichen Kosten verbunden wäre.

Angesichts der finanziellen Auswirkungen, welche die flächendeckende Aufstellung von Laubsammelkisen mit sich bringen würde, beauftragte der Betriebsausschuss die Verwaltung, in Abstimmung mit der Regio-Entsorgung AöR ein alternatives Konzept zur Erweiterung der Grünschnittsammlung zu erarbeiten.
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