Würselen - Latein-Übersetzungen: Thomas Laurs belegt zweiten Platz

Latein-Übersetzungen: Thomas Laurs belegt zweiten Platz

Von: Stefan Schaum
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Ein Wörterbuch brauch er nur selten: Thomas Laurs kann sich im Lateinischen ziemlich fließend bewegen. Foto: Stefan Schaum

Würselen. Dass er sich mit Latein richtig gut auskennt, hat Thomas Laurs schon vor zwei Jahren bewiesen. Auf ziemlich eindrucksvolle Weise sogar. Damals hat er den Text, mit dem eine Gruppe des Heilig-Geist-Gymnasiums sich für das „Euroscola-Programm“ des Europäischen Parlaments beworben hat, ins Lateinische übersetzt.

Die Juroren hat das überzeugt – und die HGG-Schüler waren in dem Jahr die einzigen deutschen, die nach Straßburg eingeladen wurden. Mit seinem Faible für die alte Sprache hat der mittlerweile 18-Jährige jüngst wieder gepunktet: Im Wettbewerb „Certamen Carolinum“ ist er ziemlich weit vorn gelandet.

Auseinandersetzung mit Horaz

Er ist ein zweiter Preisträger in dem landesweiten Ausscheid geworden, den das Aachener Kaiser-Karls-Gymnasium ausgerichtet hat. Eine Interpretation der Erzählung von Daedalus und Ikarus gehörte dabei ebenso zum Pensum wie eine Lateinklausur und eine Auseinandersetzung mit einer Ode von Horaz. Wohl nicht unbedingt das, von dem die meisten Schüler träumen, aber etwas, das Thomas Laurs viel Spaß macht. „Ich finde die intensive Beschäftigung mit lateinischen Texten richtig entspannend“, sagt er.

Kein Wunder also, dass ihm nach dem Abitur ein Latein-Studium vorschwebt. Vielleicht kombiniert mit Mathematik oder Alt-Griechisch. Und dann Lehrer werden. Weil er Schülern gern vermitteln will, das Latein nicht langweilig sein muss, sondern spannend sein kann. „Einen kompletten Text zu übersetzen, kann richtig anspruchsvoll sein“, sagt er. Und lehrreich obendrein. „Aus den antiken Texten kann man viele Dinge herausholen, die auch heute noch von Bedeutung sind.“

Der Schulunterricht allein reicht dafür allerdings nicht aus, räumt er ein. „Wer Latein wirklich lernen will, der muss sich auch zuhause hinsetzen und tief in die Texte eintauchen. Sonst kommt man in diese Sprache nicht wirklich rein.“ Sein Lehrer Wilfried Weitz ist mächtig stolz auf ihn. „Der Thomas ist ein wissenschaftlicher Typ, der sich in so einem Text auch mal richtig festbeißen kann.“

Gelegenheiten gibt es genug. „Es gibt immer noch alte Texte, die gar nicht oder nicht vollständig aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt worden sind“, sagt Thomas Laurs. Und umgekehrt geht es ja auch. Denn wie man einen modernen Text in eine alte – und am Ende gar nicht so tote – Sprache bringt, hat er nicht zuletzt beim Euroscola-Projekt ja schon gezeigt.

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