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Landwirtschaftskammer: Kein Bauer von Dioxin betroffen

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Der Ehrenvorsitzende der Arche Peter Küppers füttert die Hühner auf dem Gnadenhof mit Körnern - garantiert Dioxin frei: Gerne fressen die Hühner Mais und Dinkel, Gerste lassen sie liegen. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Nordkreis. „Kein Bauer im Regierungsbezirk Köln ist vom Dioxin-Skandal betroffen.” Bernhard Rüb, Pressesprecher der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, ist sich sicher: „Heute kann man den Weg des verunreinigten Futters gut nachvollziehen. Das Fett, das nachweislich kontaminiert ist, ist in keinem Trog des Nordkreises gelandet.”

Was heißt das für die Verbraucher? „In allen Hofläden können bedenkenlos Eier gekauft werden”, erklärt Gottfried Pütz, Chef von Pütz Landhandel, der nur in kleinen Mengen Futter für Hühner verkauft, denn sein Geschäft ist spezialisiert auf Getreide, Düngemittel und Pflanzenschutz.

Dabei ist die Art des Futters ausschlaggebend. „Füttern Bauern Mehl, kann Altöl dabei sein. Füttern Bauern Körner, können die Dioxine, von denen momentan die Rede ist, nicht untergemischt sein”, erklärt Peter Küppers, Ehrenvorsitzender des Tierschutzvereins „Die Arche”. Dioxine sind Umweltgifte, die besonders langlebig sind.

Dioxine sind in zwei Klassen von Kohlenwasserstoffe unterteilt, die unterschiedlich stark mit Chlor versetzt sind. Heute sind insgesamt 210 solcher Verbindungen bekannt. Bereits ganz geringe Mengen an Dioxinen können für Menschen gefährlich sein.

Bei kurzfristigem Verzehr von Eiern und Geflügelfleisch sei keine „unmittelbare gesundheitliche Beeinträchtigung” zu erwarten, erklärt das NRW-Landwirtschaftministerium. Wissenschaftler wissen, dass die giftigen Stoffe Jahrzehnte lang im Körper verbleiben, ehe sie abgebaut sind.

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