Baesweiler - Landesintegrationsrat: Migranten in die Verwaltung

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Landesintegrationsrat: Migranten in die Verwaltung

Von: dk
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Baesweiler. 8,58 Prozent der Beschäftigten in Öffentlichen Verwaltungen in NRW haben Migrationshintergrund. Diese Zahl könnte höher sein. Das wünscht sich der Landesintegrationsrat. Geschäftsführer Engin Sakal unterstrich diesen Wunsch jetzt in Baesweiler. Der örtliche Integrationsrat hatte den hohen Funktionär zur Sitzung ins Rathaus Setterich geladen.

Zum Thema „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“ hatte Sakal vertretbare Zahlen aus Baesweiler vorgelegt bekommen. Im Personalbestand der Stadtverwaltung gibt es 13 Mitarbeiter mit Migrationshintergrund. Darunter sind Menschen aus der Türkei, Italien, dem ehemaligen Jugoslawien, Spanien und Polen. Der überwiegende Teil dieser Mitarbeiter wurde in den vergangenen zwölf Jahren eingestellt.

Beigeordneter Frank Brunner befindet: „Das spricht dafür, dass das Thema Interkulturelle Öffnung der Verwaltung bei der Stadt Baesweiler seit vielen Jahren Berücksichtigung findet.“ Baesweiler sei auch „insbesondere bei der Berücksichtigung von Ausbildungsplätzen erfolgreich, so dass die Möglichkeit eines jederzeitigen Anstieges der Zahl der Beschäftigten mit Migrationshintergrund gewährleistet ist“.

Weiterbildung intensivieren

Landesweit gebe es aber Verbesserungsbedarf, erklärt Engin Sakal. Er monierte unter anderem: „Man öffnet sich dem Thema seitens der Verwaltungen noch nicht ausreichend, obwohl wir das Thema schon lange auf dem Schirm haben.“ Ziel der Landesintegrationsrates – der seit 1999 an diesem Thema arbeitet – sei es unter anderem, „den Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund zu erhöhen und die Weiterbildung zu intensivieren“.

105 Kommunen seien angeschrieben worden, über 50 Rückläufe habe es gegeben. „Das ist eine gute Quote“, ist Sakal zufrieden. Dazu sagt er auch, „wir wollen mit den Gemeinden zusammen erarbeiten, was zu tun ist“. Verschiedene Probleme seien zu behandeln. „Es gibt keine einheitlichen Strukturen in den Verwaltungen“, zeigte Sakal auf. Des weiteren, „gibt es leider noch zu oft Lippenbekenntnisse, aber getan wird immer noch nicht genug“, sieht er auch ein Fehlen des politischen Willens, dieses Thema anzupacken.

Zudem ist der Integrationsrat NRW der Auffassung, „in der Kommunalpolitik und in den Verwaltungen herrscht oft noch fehlende Motivation vor“. Andererseits habe man in jüngster Zeit festgestellt, „die Interkulturelle Öffnung wird als Chance der Personalpolitik verstanden“. Und: „Die Kommunen zeigen zunehmend mehr Bewegung und stellen sich der Herausforderung“.

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