Laden in der Luisenpassage setzt auf Nachhaltigkeit

Von: Stefan Schaum
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Gute Kleidung auf den Bügeln: Die Ehrenamtlerinnen Jennifer Winters (l.) und Kirsten Jeglorz sortieren die von Besuchern mitgebrachten Dinge im Tauschring. Foto: Stefan Schaum
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Töpfe und Stricknadeln: Die wünschen sich Eva Druschke (l.) und Angelika Weiß von den Besuchern. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Ein paar Kartons voller Wolle wären nicht schlecht, auch über Stricknadeln würde Eva Druschke sich dieser Tage freuen. Blumentöpfe sind ihr ebenfalls willkommen und Kleidung sowieso. Eben möglichst viele Dinge, damit der „Teil- und Tauschring“ in der Alsdorfer Luisenpassage weiterhin gut in Schwung bleibt.

Vielversprechend gestartet ist das Ganze jedenfalls. Seit vier Monaten gibt es unter dem Dach der „ABBBA“-Angebote den kleinen Laden, in dem niemand Geld in die Hand nehmen muss, um neue Garderobe zu finden.

Das Konzept an sich ist nicht neu, die Umsetzung angesichts knapper werdender Ressourcen allerdings aktueller denn je: Getragene Kleidung soll nicht im Reißwolf landen oder weltweit verschifft werden, sondern Menschen in der Region zur Verfügung gestellt werden. Wer sich von einer alten Bluse trennen möchte, der kann sie zum Tauschring bringen – und dort womöglich ein anderes Kleidungsstück finden, das ihm gefällt. Das Ganze „floriert“, wenn man diesen Begriff auf den Tauschring überhaupt anwenden kann.

„Es kommen genug Leute, die uns Dinge bringen, und die sich bei uns auch mit dem ein oder anderen eindecken“, sagt Eva Druschke, die das Projekt in Trägerschaft der Katholischen Arbeitnehmerbewegung koordiniert. Und zwar nicht nur Bedürftige, sondern auch solche, die sich neue Garderobe durchaus in einer schicken Boutique leisten könnten.

„Die sind oft überrascht, dass sie hier richtig gute Sachen vorfinden. Und das zeigt, dass die Idee, die hinter dem Projekt steckt, ebenfalls Anklang findet“, freut sich die Macherin. Vor dem Winter haben die Ehrenamtler besondere Wünsche: möglichst viel warme Kleidung soll auf die Kleiderhaken. Und gern auch Spielzeug, um Kindern mit Blick auf Weihnachten etwas bieten zu können.

Kreativprojekte

Dann sind da noch die Kreativprojekte. Eine Dame hat jüngst angeboten, Strickkurse im Tauschring zu starten. Jetzt hofft man, dass es Menschen gibt, die dafür Wolle und Nadeln zur Verfügung stellen werden. Und die Blumentöpfe? Aus denen sollen Deko-Artikel entstehen. Unifarbene Übertöpfe können Besucher nach ihren Wünschen gestalten. Nachhaltig, kreativ, kostenlos – viele Dinge wollen die Teamer unter einen Hut bringen. Mit etwas Hilfe wird das gelingen. Da sind sie im Tauschring ganz zuversichtlich.

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