Herzogenrath - Kurzfilmwettbewerb macht Armut zum Thema

Kurzfilmwettbewerb macht Armut zum Thema

Von: Stefan Schaum
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Hoffen auf pfiffige Kurzfilme: Beate Kuhn und Sergej Retich betreuen den Filmwettbewerb der Falken. Foto: Stefan Schaum

Herzogenrath. Beate Kuhn rechnet mit großer Resonanz. „Das ist schließlich ein Thema, das leider immer mehr Menschen betrifft.” Die zunehmende Armut in Deutschland soll Gegenstand eines Filmwettbewerbs sein, den Beate Kuhn und Sergej Retich für die Merksteiner Gruppe der Jugendorganisation Die Falken initiieren.

Schon einmal hatten die Falken versucht, Jungfilmern solch einen Videodreh schmackhaft zu machen. Das war 2008, seinerzeit war „Unser Leben” das Motto. „Damals kamen 13 Einsendungen”, sagt Kuhn. Nicht schlecht, aber noch ausbaufähig. Diesmal rechnet sie mit stärkerer Beteiligung.

Nicht bloß deshalb, weil die Falken etliche Schulen in der Region anschreiben und zum Mitmachen auffordern wollen. „Fast jeder kennt doch mittlerweile jemanden, der von Armut betroffen oder bedroht ist.” Auch eigene Erlebnisse dürften durchaus zum Inhalt von Videodokumentationen, von Geschichten, Einzelbildmontagen oder Trickfilmen werden.

„Wir wollen schließlich erreichen, dass das Thema seinen Tabustatus verliert, dass offen darüber gesprochen wird.” Das Zeigen der traurigen Realität soll dabei nur eine Facette der Filme sein. Vielmehr geht es um Perspektiven, um Ideen, wie die Armut bekämpft werden kann.

„Wir erwarten keine hochprofessionellen Beiträge”, sagt Sergej Retich. Im Vordergrund steht das Engagement. Und wer zwar das, aber keine Filmkamera hat, kann dennoch mitmachen. „Wir können bei Bedarf auch mit Geräten aushelfen”, sagt Retich. Sogar ein gemeinsames Wochenende soll den Teilnehmern im März angeboten werden, bei dem der eine oder andere Dreh realisiert werden kann. „Wer eine Idee hat, aber nicht weiß, wie er sie umsetzen kann, kann dann mit unseren Mitgliedern und anderen Teilnehmern überlegen.”

Jury gesucht

Noch steht nicht fest, wer die Beiträge beurteilen wird. „Wir versuchen, eine Jury aus Fachleuten zusammenzustellen und sind auf einem guten Weg”, sagt Beate Kuhn. Voraussichtlich am 12. Juni sollen die Beiträge und Preisträger bei einem Filmnachmittag in der Merksteiner Gesamtschule vorgestellt werden.

Dass die Filme anschließend auf DVD veröffentlicht oder im Internet zu sehen sein werden, ist durchaus denkbar. Damit sie von vielen gesehen werden. Schließlich geht es bei den Projekten der Merksteiner Falken stets in zweiter Linie um die schöne Kunst. Beate Kuhn: „Wir wollen möglichst viele Leute erreichen und für wichtige Themen sensibilisieren.”

Weitere Informationen

Am Wettbewerb teilnehmen können Jugendliche bis 20 Jahre. Mindestens zwei Minuten sollten die Filme lang sein, eine Höchstdauer gibt es nicht. Noch bis zum 30. April können Filme auf CD oder DVD eingesandt werden. Anmeldebögen sind online verfügbar. Die Adresse für Einsendungen lautet: Sergej Retich, Langweilerstraße 2a, 52477 Alsdorf.
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