Alsdorf - Kunstverein: Blüten weit über die Region hinaus

Kunstverein: Blüten weit über die Region hinaus

Von: Stefan Schaum
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Edel und limitiert: Stolz sind Kunstvereinsvorsitzender Josef Zentis und Sprecherin Andrea Presl auf die Serigrafien von Ludwig Schaffrath, die zum 25-jährigen Vereinsjubiläums angeboten werden. Foto: Schaum

Alsdorf. Seine Wurzeln hat er zwar in Alsdorf, doch seine Blüten treibt er weit über die Region hinaus. Nicht nur in Aachen und Maastricht, sogar in London und Connecticut ist der Alsdorfer Kunstverein so manchem Kunstfreund zum Begriff geworden. Seit 25 Jahren ist er somit auch ein besonderer Botschafter für die ehemalige Bergbaustadt.

Als der Verein 1985 anfing, war es vielleicht noch ein exotisches Unterfangen, Alsdorf zu einer Hausnummer in der Kunstszene machen zu wollen. Mittlerweile ist es eine feste Adresse.

Augenfällig

„Wir haben schon zahlreiche Spuren in dieser Stadt hinterlassen”, sagt der Vorsitzende Josef Zentis. Jüngstes und womöglich augenfälligstes Beispiel: die Dreiklang-Skulptur auf dem Denkmalplatz, mit der der Künstler Philipp Dreber das 2008 vom Verein ausgeschriebene Stipendium „Kunst für Alsdorf” gewonnen hatte. Im kommenden Jahr sollen weitere Stipendiaten - bei der dann fünften Auflage - in einem Ladenlokal Fotografien und Malereien realisieren.

Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen, ist dem Verein ohnehin ein besonderes Anliegen. Sei es auf die Galerien im Rathaus oder in der Bücherei - rund 100 Ausstellungen sind in Kooperation mit der Stadt bislang realisiert worden - sei es bei Festen.

Für schräge Ideen war und ist dabei immer Platz. Einmal haben die Mitglieder einen Zigarettenautomaten mit von namhaften Künstlern verzierten Zigarettenschachteln bestückt, ein anderes Mal wurde ein Buffet so kunstvoll arrangiert, das es zu einem Stillleben geriet. Selbst die Mitgliederausweise - rund 200 hat der Verein, Tendenz seit Beginn stetig steigend - sind ein Kunstobjekt.

Zentis: „Auf die neuen Ausweise freuen sich die Mitglieder Jahr für Jahr, denn auf der Rückseite findet sich immer eine Arbeit von einem Künstler, der im vorangegangenen Jahr bei uns ausgestellt hat.”

Glückshund „Artus”

Ebenfalls begehrt bei Freunden des Vereins: Glückshund „Artus”. Der kleine Hund aus Ton, den die Künstlerin Stefanie Lind gestaltet hat, ist Maskottchen des Vereins und mittlerweile in einigen Haushalten weltweit zu finden.

Denn der Kunstverein kommt weit herum. „Durch unseren Kontakt zu der Akademie für bildende Kunst in Maastricht sind wir in die internationale Interprint-Gemeinschaft hineingerutscht”, sagt Zentis.

Das Besondere daran: Zu dieser Gemeinschaft gehören eigentlich nur die künstlerischen Fachbereiche großer Universitäten! „Dass Alsdorf auch ganz ohne Hochschule dazugehört, ist eine Ehre”, sagt Zentis und schmunzelt. Denn um der Form Rechnung zu tragen, sind die Schreiben der Interprint-Gemeinschaft an ihn stets mit dem Zusatz „Professor Zentis” versehen.

Zum 25-Jährigen des Kunstvereins hat der weltbekannte Alsdorfer Künstler Ludwig Schaffrath - ein Ehrenmitglied des Kunstvereins - zwei besondere Serigrafien aufgelegt. Jeweils limitiert auf 50 Exemplare.

Im Hochformat 60x80 Zentimeter ist die Serigrafie „Häutung II” zu haben. Der edle rote Druck auf schwarzem Papier ist eine Umsetzung von Schaffraths Steinmosaik, das im Eingangsbereich der Alsdorfer Stadthalle zu sehen ist.

Namenlos ist die zweite Serigrafie im Hochformat 50x70 Zentimeter. Für den Vierfarbdruck wählte der Künstler eine Arbeit aus seiner Serie „Körper”. Was bei der abstrakten Darstellung für eine Figur zu sehen ist, bleibt der Phantasie des Betrachters überlassen.

Der Kunstverein wird die Serigrafien bei seiner Mitgliederversammlung am Freitag, 12. November, 19 Uhr, in der Bücherei am Denkmalplatz, vorstellen. Reserviert werden können sie bereits jetzt unter der Telefonnummer 02404/24092.
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