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„Kulturrucksack“: Gymnasiasten bekommen Einblick in Welt des Films

Von: ger
Letzte Aktualisierung:
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„Haie küssen nicht“: Die Akteure und Verantwortlichen des „Kulturrucksack“-Filmprojekts am HGG. Foto: Daniel Gerhards

Würselen. Na klar, fast jeder Schüler hat schon mal ein Video gedreht. Mit dem Handy oder einer Videokamera – kein Problem. Aber einen richtigen, professionellen Film zu erstellen, dass war für die Schüler des Heilig-Geist-Gymnasiums (HGG) völlig neu. Möglich wurde dies durch das Projekt „Music is Fun“ des Amts für Kultur und Empirische Forschung der Städteregion, das im Rahmen des landesweiten Programms „Kulturrucksack“ initiiert wurde.

Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren mit professionellen Kulturschaffenden zusammenzubringen. Wichtig war für Dr. Nina Mika-Helfmeier, Kulturbeauftragte der Städteregion, dass sowohl Kinder mit Erfahrungen im musischen Bereich als auch solche, die noch nicht mit Musik, Schauspiel oder bildender Kunst in Berührung gekommen sind, daran teilnehmen können.

So arbeiteten die Schüler beim Schreiben des Drehbuchs und bei den Filmaufnahmen mit den Regisseuren Oliver Schwabe und Christian Becker zusammen. Kamera, Ton und alles, was zu einem Film-Set dazugehört, haben die Schüler selber gemacht. „Wir haben ihnen gezeigt, wie man schauspielert. Die Schüler konnten das gut verstehen und umsetzen“, sagt Schwabe, der einmal selber Schüler am HGG war.

Die Hauptrollen im Film spielen Aylin Duman und Miguel Doblas, beide 14 Jahre. Und beide haben auch am Drehbuch mitgeschrieben. Sie haben sich eine Geschichte einfallen lassen, in der ein Schulschwänzer zum Broicher Weiher geht und dort ins Wasser steigt. Er verletzt sich, seine Freundin holt Hilfe. Als sie zurückkommt, ist er weg. Es ist nur noch eine Haifischflosse auf dem Wasser zu sehen... Und diese Flosse gibt dem Film auch seinen Namen: „Haie küssen nicht“ heißt das Werk, das am Donnerstag, 6. Dezember, 19 Uhr, im PZ des HGG uraufgeführt wird.

Herausgekommen ist ein gefühlvoller Film. Es gibt keine Action, kein Geballer, keine Explosionen, verrät Schwabe. Vielmehr gehe es um Atmosphäre.

Auch für die Filmmusik haben sich die Schüler mächtig ins Zeug gelegt. Dabei arbeiteten sie mit den Profimusikern Boris Bansbach und Gabriel Serwas zusammen. Im Orchester war auch Schüler Jan Gottwald mit seiner Geige dabei. „Es war schon schwer, mit den Größeren mitzuhalten, aber das mussten wir dann halt üben. Dann hat es geklappt“, sagt der Zehnjährige. Orchester, Chor, Band, Duos, Trios und Quartette haben Bansbach und Serwas integriert. Dabei kamen zwölf Musikstücke heraus, die den 14-minütigen Film begleiten.

Mika-Helfmeier sagt, dass man das Kulturrucksack-Projekt auch im kommenden Jahr fortführen werde. Dafür stehen 100000 Euro bereit. Die Städteregion ist eine von 25 „Pre-Test-Kommunen“, in denen das Projekt aktuell umgesetzt wird. Dabei können in sieben Städten 2000 Jugendliche an Einzelprojekten teilnehmen.

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