Kulturfestival: „Parksymphonie” bietet viele feine Klänge

Von: Stefan Schaum
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So glanzvoll wie ein Märchens
So glanzvoll wie ein Märchenschloss: In der Dunkelheit wurde die Alsdorfer Burg im Schein vieler Lichtsäulen zu einem ganz besonderen Blickfang. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Das Licht ist hier ganz klar der Star: Wie mit einsetzender Dämmerung glutrote Lichtsäulen an der Alsdorfer Burg emporwachsen und wie die Büsche und Bäume ringsumher in ein kräftiges Grün getaucht werden, das hat schon was. So sieht man das sattsam bekannte Wahrzeichen der Stadt sonst nicht.

Ganz neu scheint es auf einmal zu sein. Fast wie ein Märchenschloss schält sich das Gemäuer aus der Dunkelheit heraus und springt den vielen Besuchern eindrucksvoll ins Auge. Für solch eine imposante Show im Burgpark hatte der Lichtkünstler Jörg Rost schon einmal im Rahmen des Kulturfestivals der Städteregion Aachen gesorgt. Doch die Neuauflage der Illumination hatte einiges mehr zu bieten.

Als „Parksymphonie” beworben, bot der Abend genau das: Ein großes, harmonisches Ganzes, zusammengesetzt aus vielen Facetten. Hier waren es die Tänzer der Compagnie Irene K, die zwischen den Parkbesuchern auftauchten und ihre wilden Pirouetten drehten, dort waren es Musiker - mit Saxofon oder Cello - die durch die Menge zogen und ihre teils improvisierten Klänge durch die Nacht wehen ließen.

Wer alles erleben wollte, der musste in Bewegung bleiben, denn der gesamte Park wurde im Lauf der Inszenierung zur Bühne. Mal machten es sich die Akteure auf einer Wiese bequem, mal im Burggraben oder in dem Gebäude selbst, wo etwa der Alsdorfer Künstler Franz-Josef Kochs sein Schattentheater aufgebaut hatte. Zeit und Platz zum Verschnaufen gab es ebenfalls.

Und dazu boten sich einige originelle Möglichkeiten: In Schaukelstühlen und auf zwischen den Bäumen baumelnden Hängematten durfte das Publikum Platz nehmen. Umrahmt von leuchtenden, guten einen Meter hohen Pilzen, die als Installation ein weiterer Blickfang im Park waren. Mancher hatte auch an Proviant gedacht, und so fanden sich hier und dort auch Gruppen, die den Lichterglanz von der mitgebrachten Picknickdecke auf genossen.

Ihr Bad im Licht endete für die Alsdorfer Burg erst zu später Stunde: Bis nach Mitternacht dauerte der Glanz, der in dieser Form ziemlich einmalig gewesen sein dürfte.
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