Baesweiler - „Kultur nach Acht“: Kabarettist kann Ehen retten

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„Kultur nach Acht“: Kabarettist kann Ehen retten

Von: mas
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Carsten Höfer spricht aus Erfahrung: „Frauen beginnen zu reden und haben noch nicht einmal bestellt.“ Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Wer sich bei ihm in die erste Reihe setzt, der hat Mut. Denn dort kommt man gerade bei Carsten Höfer nicht immer „ungeschoren“ weg. Aber bei seinem Auftritt in Baesweiler ist der Kabarettist nachdrücklich bemüht, gleich mal zu entwarnen.

„Bei mir dürfen Sie auch ganz entspannt in der ersten Reihe sitzen“, verspricht er. Die Zusage wird zwei Stunden gehalten. Denn schnell findet der „Frauenversteher“, so heißt sein aktuelles Programm, knapp 200 neue Freunde in Baesweiler. Anlass ist die neueste Ausgabe der Reihe „Kultur nach Acht“. Ob jemand dagegen sei, dass man sich duzt, fragt er in die Runde und bittet um erhobene Hand. Niemand sperrt sich, so schnell sind Freundschaften geschlossen. Kurz darauf fliegen die Hände dann aber doch in die Luft. Bei der Frage, wer als Pärchen hier ist. „Okay, überwältigend, aber da hinten wird noch ein bisschen diskutiert“, setzt nun ein Pointen-Feuerwerk ein. Man spricht über „leicht umsetzbare Problemlösungen in Beziehungen“. In dieser Hinsicht hat Carsten Höfer in jeder Lebenslage Rat. „Ich kriege laufend Zuschriften, mein Programm hat Ehen gerettet. Und das für so wenig Geld“, macht der Kabarettist geschmeidige Eigenwerbung. Sein Programm kommt an.

Gerade auch dann, als er anatomische Wunder erklärt. „Männer haben unterhalb des Kehlkopfes eine sogenannte Biernebenhöhle“ klärt er auf. Von dort gibt’s eine direkte Verbindung zum Gehirn das wiederum sorgt dafür, wenn Männer erzählen gibt’s keine unqualifizierten Zwischenfragen.“ Lediglich die Bestellungen neuer Runden unterbricht die männliche Art der Kommunikation. Das Beschreiben der weiblichen Kommunikation amüsiert das Höfer-Publikum – die Geschlechter sind paritätisch verteilt – auf höchster Stufe. „Frauen fangen von alleine an, die zeigen noch nicht mal auf, wenn sie sich mitteilen wollen“, hat er zudem entdeckt, „dass die Thematik noch nicht mal explizit vorgegeben wird“.

Höfer weitet seine Studie gern aus, indem er feststellt: „Frauen beginnen zu reden und haben noch nicht mal bestellt.“ Nun wird das Thema hoch gekitzelt. „Sie kommunizieren und bestellen gleichzeitig ihre Getränke. Wie machen die das?“ Ganz einfach, „Frauen denken multi tasking...“. Nun „hat“ er die Frauen komplett hinter sich. Die Männer aber auch. Für den Rest des Abends, der dem Publikum viel Spaß gemacht hat.

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