Baesweiler - „Kultur nach acht”: Fulminanter Start mit Christoph Brüske

„Kultur nach acht”: Fulminanter Start mit Christoph Brüske

Von: Daniel Gerhards
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Was regt die Deutschen auf? Christoph Brüske erklärt weltpolitische Zusammenhänge mit viel Witz und Köpereinsatz. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. „Kultur nach acht” startete mit einem guten Bekannten ins Jahr: Kabarettist Christoph Brüske, der als Solokünstler schon auf vielen Baesweiler Bühnen gespielt hat.

Im aktuellen Programm „1000 mal brüskiert” jammerte er im Kulturzentrum Burg vor ausverkauftem Haus über Aufregendes aus Politik, Medien, Sport und Musik. Das mit der nötigen Schärfe und oft mit Bezug zu seinem Publikum: „Ihr braucht keinen Gaza-Streifen. Ihr hab Setterich!”

Christoph Brüske wechselt zwischen schnellen Pointen, neugetexteten Liedern und der Erklärung weltpolitischer Zusammenhänge - Beispiel Finanzkrise. Oder Globalisierung: „Lady Diana, Britin, verunglückte mit ihrem ägyptischen Freund im deutschen Auto in einem französischen Tunnel, verfolgt von italienischen Paparazzi auf japanischen Motorrädern. Und das alles nur, weil ihr belgischer Fahrer zu viel schottischen Whisky getrunken hatte.”

Der Kabarettist erzählt und singt mit vollem Körpereinsatz: „Ich brauche die Bewegung, um mich in eine gewisse Intensität zu steigern.” Zum Ausgleich holt sich der Wirbelwind einen der Zuschauer auf die Bühne, lässt ihn auf einem kleinen Hocker Platz nehmen. Von dort kann der nun zuschauen, wie Christoph Brüske seine Steuererklärung fertigt. Denn eines rege die Deutschen besonders auf: Steuern zahlen.

Und das habe einen historischen Hintergrund: Der Widerstand der Germanen gegen das römische Reich, „war vor allem ein Widerstand gegen die strenge römische Steuergesetzgebung. Damit war Hermann der Cherusker der Gründer des Bunds Deutscher Steuerzahler”. Dazu gibt´s auch die Schwiegermutter als „außergewöhnliche Belastung”.

Zu Christoph Brüskes globalen Verbindungen zählt zudem: „Wenn in Baesweiler Sperrmüll ist, steigt in Shanghai der Börsenindex.” Es gibt aber auch noch eine Liebeserklärung an Baesweiler, „die Perle an der Beekfließ”. In seiner Hommage besingt er zur Melodie von Sinatras „New York, New York” kostenlose Parkplätze, den Carl-Alex-Park, gefüllte Kassen der Verwaltung und - wie aktuell! - des Bürgermeisters Durst nach öffentlichen Fördergeldern.
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