Alsdorf - Kühnes Glasdach schützt Wartende

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Kühnes Glasdach schützt Wartende

Von: Berthold Strauch
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Stimmungsvolle Abendszene - noch im Modell: Der Zentrale Omnibus-Bahnhof (ZOB) an der Unterstation (oben) soll dank des Konjunkturprogramms jetzt endlich sein schmuckes Dach erhalten. Bislang fehlte das Geld.

Alsdorf. Wenn der Bund sein Füllhorn ausschüttet, will natürlich auch die Stadt Alsdorf kräftig profitieren. Bürgermeister Helmut Klein rechnet damit, aus dem in Berlin geschnürten dicken Konjunkturpaket einen satten Anteil von gut 4,7 Millionen Euro für die marode Rathauskasse einstecken zu können.

Dies geht aus einer Verwaltungsvorlage hervor, mit der sich heute Abend um 18 Uhr im Ratssaal der Hauptausschuss beschäftigen soll.

Das meiste ins Schulzentrum

Der kräftigste Batzen daraus ist bereits für ein einziges Großprojekt reserviert: den Bau eines gemeinsamen Schulzentrums für das Gymnasium und die Realschule rund um die und in der Kraftzentrale im Annapark.

Dafür sollen Zuschüsse in Höhe von 2,7 Millionen Euro im Rahmen des Programmschwerpunkts „Investitionen für Bildungseinrichtungen” abgezweigt werden.

Darüber hinaus setzt die Stadt bekanntlich noch auf Gelder aus der Landeskasse, die NRW-Städtebauminister Oliver Wittke kurz vor seinem „Tempo-Abflug” schriftlich zugesichert hatte, ohne allerdings konkrete Zahlen dafür zu nennen.

Werden die erhofften Bundessummen an Stadtkämmerer Günter Jansen überwiesen, weiß dieser also, was er mit den verbleibenden knapp zwei Millionen Euro anfangen möchte: Mit diesem Geld soll, wie es in der Vorlage heißt, der „südliche Zugang zum Anna-Gelände städtebaulich gestaltet werden”.

Konkret soll dies die Erfüllung eines alten Wunsches bedeuten, dessen Realisierung bislang mangels „Masse” scheiterte: die „Krönung” des zentralen Euregiobahn- und Bus-Verknüpfungspunktes (ZOB) zwischen Bahnhofstraße und Unterstation mit einer futuristisch wirkenden runden Glas- und Stahlkonstruktion.

Dieser kühn konstruierte Wetterschutz für die Fahrgäste wird mit einem Investitionsaufwand von rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Davon sollen allein 1,05 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm fließen.

Rathaus modernisieren

Die restlichen Bundeshilfen, etwa 875.000 Euro, sind für die Modernisierung des Rathauses vorgesehen. Der Investitionsaufwand für den ersten Bauabschnitt ist mit rund einer Million Euro veranschlagt.

Die Verwaltung hat dazu eine lange Mängelliste zusammengeschrieben. So sollen zunächst die Feuchtigkeitsschäden in vielen Kellerräumen beseitigt werden. Hier plagen sich die Verantwortlichen bereits mit kräftiger Schimmelbildung. „Vorsorglich” sind etliche Bereiche komplett gesperrt worden, um Gesundheitsmängeln vorzubeugen.

Im Argen liegen außerdem die unwirtschaftliche Heizungsanlage, die recht bald schon von der Fernwärmeversorgung abgeklemmt werden muss, die brüchigen Fensterfronten und die Verkabelungstechnik. Die Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft (GSG), welche die Bewirtschaftung des Rathauses zum Jahresbeginn übernommen hat, soll ein schlüssiges Gesamtkonzept fertigen.
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