Kreisverkehr und Parkhaus für das Rhein-Maas Klinikum

Weltmeisterschaft Weltmeister WM Pokal Russland Fifa DFB Nationalmannschaft

Kreisverkehr und Parkhaus für das Rhein-Maas Klinikum

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
17004387.jpg
Mehr Stellplätze am Rhein-Maas-Klinikum Würselen geplant: Auf dem Zentralparkplatz (im Hintergrund) soll ein Parkhaus mit 500 Plätzen errichtet werden. Foto: Stüber
17004393.jpg
Da weitere Einrichtungen vom Standort Bardenberg nach Marienhöhe verlagert werden, wird mit mehr Verkehr gerechnet. Dazu gehört die Notfallpraxis, die derzeit gebaut wird. Foto: Stüber

Würselen. Bereits jetzt geht es auf den Straßen rund um das Rhein-Maas-Klinikum Würselen (RMK) am Standort Marienhöhe eng zu. Busse und andere Fahrzeuge kommen an einigen Engstellen kaum aneinander vorbei. Vor allem in der Straße Mauerfeldchen sind „problematische Verkehrsverhältnisse“ zu verzeichnen, wie die Stadt Würselen sagt.

Anwohner wie Angehörige von Patienten klagen darüber. Das trifft aber auch Beschäftigte des RMK, die mit dem Wagen ihren Arbeitsplatz ansteuern. Immer wieder gibt es Ärger um Parkplätze.

Und es wird noch zusätzliches Verkehrsaufkommen erwartet, wenn das RMK weitere Kliniken von Bardenberg nach Marienhöhe verlegt (Lungenheilkunde, Urologie), die derzeit im Bau befindliche Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung am Haupteingang in Betrieb geht und die Verwaltung in Würselen-Mitte konzentriert wird. Wichtiger Faktor ist das Parkhaus, das das RMK auf dem Areal des Zentralparkplatzes errichten will. 500 Stellplätze sind dort geplant. Der Verkehrsfluss dorthin muss ebenfalls berücksichtigt werden.

Die Stadt Würselen will beizeiten „Gegenmaßnahmen“ ergreifen, um eine Verschärfung der Situation zu vermeiden. So befasst sich der Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstag mit dem Ergebnis der „Verkehrsuntersuchung Mauerfeldchen“, das auftragsgemäß die Igepa Verkehrstechnik GmbH aus Eschweiler erstellt hat. Die Sitzung beginnt um 17.30 Uhr im Rathaus auf dem Morlaixplatz (großer Sitzungssaal).

Diese Verkehrsuntersuchung und die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen sollen vor ihrer Umsetzung in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden, welche die Stadtverwaltung organisiert. Zweites Thema sollen bei der Versammlung auch die Pläne des RMK für den Neubau des Parkhauses sein.

Auf Nachfrage sagte Erster und Technischer Beigeordneter Till von Hoegen, dass das RMK den entsprechenden Bauantrag noch nicht eingereicht habe, dies aber bald tun wolle. Verbunden mit diesem Antrag müsse aber auch ein Konzept sein, wie während der Bauphase die auf dem Zentralparkplatz wegfallenden Stellplätze kompensiert werden. Laut von Hoegen wolle wohl das RMK auf dem eigenen Gelände eine Fläche hierfür nutzen und sei in Verhandlungen, um weitere Areale nutzen zu können.

Zuletzt hatte es seitens des RMK geheißen, dass das Parkhaus Anfang nächsten Jahres in offener Bauweise errichtet werden soll. Diese Konstruktion erlaube eine Bauzeit von nur wenigen Monaten, was der Verbesserung der Stellplatzsituation zuträglich sei.

Eine angedachte Einbahnstraßenregelung für Mauerfeldchen ist laut von Hoegen vom Tisch. Das RMK solle weiterhin aus beiden Richtungen erreichbar bleiben, allein schon wegen der Linienbusse. Mit Blick auf das geplante Parkhaus soll die Zufahrt etwa verschoben werden, aber weiterhin von der Straße Mauerfeldchen erfolgen, jedoch begradigt werden. Derzeit komme es durch die engen Kurven immer wieder zu Behinderungen.

Zur Verbesserung des „ruhenden Verkehrs“ rund ums RMK schlägt der Gutachter dies vor: Erweiterung der blauen Zone auf ganz Mauerfeldchen (werktags 7 bis 19 Uhr: Parkscheibe maximal zwei Stunden, Anwohner frei, die zurzeit die Ringstraße und das Mauerfeldchen zwischen Ring- und Sauerbruchstraße umfasst; zusätzliches Halteverbot gegenüber der geplanten Einfahrt der neuen Rettungswache (zwei Stellplätze fallen weg); zusätzliches Halteverbot gegenüber der geplanten neuen Einfahrt zum RMK (vier Stellplätze weniger); zusätzliches Halteverbot an der Einmündung Mauerfeldchen/Ringstraße (sieben Stellplätze weniger); Verlegung der Taxiplätze vor den Eingang des RMK anstelle dessen vier neue Parkplätze; zusätzliches Halteverbot in der Ringstraße zwischen Mauerfeldchen und Semmelweißstraße (19 Stellplätze weniger); Neuordnung des Straßenquerschnitts zwischen Oppener Straße und Mauerfeldchen.

Nach Umsetzung dieser Maßnahmen würde laut Gutachter die Ausnutzung der vorhandenen Stellplätze bei 80 bis 90 Prozent liegen. Heißt: Dann sei immer noch Parkkapazität.

Zur Verbesserung des fließenden Verkehrs wird empfohlen, den „Knoten“ Mauerfeldchen/Oppener Straße/Am Alten Kaninsberg, der derzeit per Ampelanlage gesteuert wird, in einen Kreisverkehr umzugestalten.

 

Die Homepage wurde aktualisiert