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Kraftzentrale wird neue Adresse für Bildung

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:
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Neue würdige Aufgabe: Im Inneren der Kraftzentrale sehen die Planer Funktionsräume und Mensen vor, rechts vom Haupteingang soll der Klassentrakt angebaut werden, dahinter zwei Turnhallen. Gegenüber ist der Neubau für die Realschule angedacht. Die Carl-von-Ossietzky-Straße wird dann von den Schulgebäuden unterbrochen. Foto: Anja Klingbeil

Alsdorf. Die Kommunalaufsicht hat schon grünes Licht gegeben. Auch der Landesbauminister ist einverstanden - vorausgesetzt, unter den Kooperationspartnern herrscht Einigkeit.

Die demonstrieren CDU und SPD dann auch im Zuge ihres gemeinschaftlichen Vorstoßes, Gymnasium und Realschule Ofden nunmehr auf dem Annagelände zum Schulzentrum zusammenzufassen.

Der gemeinsame Antrag zwecks Formulierung von Förderanträgen „für Neubauten in und um die Kraftzentrale” wurde im gestrigen Hauptausschuss gegen die drei Stimmen von FWA, Grünen und Rep auf den Weg, das heißt zunächst noch in die kommende Ratssitzung gebracht. Damit ist die im April 2007 gegen diverse Widerstände beschlossene Sanierung des Gymnasiums am heutigen Standort endgültig vom Tisch.

Die neuen Pläne -ÊBauzeit zwei bis drei Jahre - sehen den Innenausbau der Kraftzentrale für die logistischen Einheiten - etwa die Verwaltung des Gymnasiums und eventuell zwei Mensen - sowie einen rechts vom Haupteingang im rechten Winkel angesetzten modernen Klassentrakt vor.

Gegenüber soll der Neubau für die Realschule entstehen. Zudem sollen Richtung Konrad-Adenauer-Allee für die Realschule eine Dreifach- und fürs Gymnasium eine Zweifachturnhalle gebaut werden. „Fehlt noch ein Sportplatz”, deutet SPD-Fraktionschef Gustl Rinkens an, dass sich bald Rot-Weiß Alsdorf über eine Aufrüstung seines Platzes freuen dürfe.

Delegation beim Bauminister

Anlass für das Umdenken in der CDU war der abschlägige Bescheid des Regierungspräsidenten auf den Zuschussantrag zu den einstigen Sanierungsplänen im Zuge des Förderpakets „energetische Erneuerung” für 2008. „Die zerklüftete Schullandschaft war für den Antrag nicht darstellbar”, sagt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Bernd Mortimer, der zügig Gespräche einleitete. Unter anderem wurde eine Delegation bei Bauminister Oliver Wittke vorstellig. Zudem traf man bei Landrat Carl Meulenbergh und Kreisdirektor Helmut Etschenberg auf offene Ohren. „Unser Dank gilt neben Minister Wittke auch Ministerialdirigent Hans-Dieter Collinet, der die ganze Zeit am Konzept gearbeitet hat.”

„Beiden Schulen nun gleichzeitig helfen zu können”, stellt Ulrike Wagner (CDU), Vorsitzende des Schulausschusses, als weiteren Vorteil heraus und hofft, auch aus dem Konjunkturpaket II noch „ein paar Milliönchen locker machen zu können”. Durch die Vermarktung des Altstandorts schwebt den Politikern übrigens die Finanzierung des gläsernen Dachs über dem Busbahnhof vor.

Auch CDU-Bürgermeisterkandidat Bernd Kirfel, einst Abiturient des Gymnasiums, betont, das neue Projekt „hinter den Kulissen begleitet und im Rahmen persönlicher Gespräche unterstützt zu haben”. Denn: „Eine Sanierung der Schulen wäre mit unverhältnismäßigen, letztlich unkalkulierbaren Kosten verbunden.”

Und Bürgermeister Helmut Klein, stets Annagelände-Befürworter? Er freut sich über einen Schub in der Städtebauentwicklung.

Die IGA tritt als Bauherrin auf

Auf 35 Millionen Euro ist das Investitionsvolumen für beide Schulen berechnet worden. Rund zwölf Millionen davon sollen vom Land bezuschusst werden.

Mit Blick auf den zu leistenden Eigenanteil wird die Industrie- und Gewerbepark GmbH Alsdorf (IGA) mit der Erstellung der Gebäude beauftragt, die die Stadt dann wiederum anmietet. Durch den Verkauf zweier Gebäude an der Joseph-von-Fraunhofer-Straße an die GSG soll Startkapital für die IGA frei werden, die im Übrigen als 100-prozentige Tochter der Stadt ähnlich gute Finanzierungsbedingungen bekomme.

780.000 Euro haben Verwaltung und LEG bereits an Energiesparpotenzial im künftigen Schulkomplex nach dem neuesten Standard errechnet.
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