Krähen dürfen in Alsdorf weiter kreisen

Von: -ks-
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Krähen kreisen über Kirche und Kindergarten: Auch auf diesem Baum in Nähe des evangelischen Gemeindezentrums im Kern von Alsdorf nisten diese Vögel. Foto: Stüber

Alsdorf/Baesweiler. „Warum geht die Umsiedlung in Baesweiler und nicht in Alsdorf?”, fragte im Ausschuss für Stadtentwicklung Bernd Mortimer (ABU). Mortimer zielt auf die Saatkrähenkolonie in den Bäumen am St. Brieux-Platz - an der Luisenstraße zwischen Hallenbad und Sparkasse gelegen.

Autofahrer, die dort ihre Pkw abstellen, dürfen sich regelmäßig über die kunstvoll angelegten und Lack ätzenden Exkremente des Geflügels freuen. Passanten ernten unwillkommene saure „Sahnehäubchen”. Aber die Natur versucht sich halt inmitten der Zivilisation zu behaupten.

Und der cleveren Spezies „Corvus frugilegus” darf der Beobachter unterstellen, dass sie schon mit dem Menschen fertig wird. Nester in den Kronen der Bäume zeugen von gelungener Vermehrung mitten in der Stadt. Der „homo sapiens” hingegen hat sich durch eigene Gesetze Handschellen angelegt und somit schlechte Karten gegen diese Vögel.

Richard Bollig, Leiter der Unteren Landschaftsbehörde und Biologe, ließ auf besagte Frage von Mortimer keinen Spielraum. Die beiden Fälle seien nicht vergleichbar. Bollig: „Es besteht mit Blick auf das Naturschutzgesetz keine Möglichkeit, die Krähen an der Schwimmhalle zu vertreiben.”

Baesweiler ist eben nicht Alsdorf und umgekehrt. Darauf würden sicherlich Alsdorfer und Baesweiler gleichermaßen Wert legen...

Konkret sei es laut Bollig bei der Umsiedlungsaktion einer Saatkrähenkolonie um eine wohl begründete Ausnahme gegangen. Die Umsiedlung der im Baesweiler Volkspark nistenden Kolonie sei mit Blick auf eine konkrete Gesundheitsgefährdung erfolgt - und zwar mit Blick auf das am Volkspark angrenzende Familienzentrum „Sonnenschein” der Städteregion Aachen.
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