Alsdorf - Kräfte bündeln in einem Familienzentrum

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Kräfte bündeln in einem Familienzentrum

Von: Anja Klingbeil
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Spaß auf der Spieledecke: Im gemeinsamen Familienzentrum der Kitas Straßburger Straße und Pestalozzistraße ist das Angebot gewachsen. Sehr zur Freude der beiden Leiterinnen, Marie-Luise Schulz (l.) und Marina Schmaldienst. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Einen gemeinsamen Austausch hatte es schon lange gegeben - nun bieten die städtischen Kindertagesstätten Pestalozzistraße in Blumenrath und Straßburger Straße gezielt gemeinsame Angebote an. Als Verbundeinrichtung bilden sie das vierte Familienzentrum in Alsdorf, das jüngst zertifiziert wurde.

Das bringt nicht nur jährlich 12.000 Euro Förderung vom Land Nordrhein-Westfalen, sondern schafft auch Raum für spezielle Angebote und Kurse für Eltern und Kinder. „Die Eltern haben einen sehr engen Bezug zur Kindertagesstätte. Und von der Idee, die Einrichtung in ein Familienzentrum umzuwandeln, waren sie sehr angetan”, sagt Marie-Luise Schulz, Leiterin der Kita Straßburger Straße.

„Die Umwandlung in ein Familienzentrum ermöglicht die Öffnung des alten Kindergartens. Mit den Angeboten eines Familienzentrums können die Eltern wesentlich besser erreicht werden”, sagt Manfred Schmidt vom Alsdorfer Jugendamt.

Auf Bedürfnisse abgestimmt

Die Angebote des neuen Familienzentrums sind abgestimmt auf die Bedürfnisse der Eltern vor Ort. „Viele Eltern in unserem Einzugsgebiet haben wenig Geld und können es sich kaum leisten, die Kosten für das Mittagessen zu zahlen”, sagt Marina Schmaldienst, Leitern der Kita Blumenrath. Deshalb gibt es im Familienzentrum auch Angebote zur Schuldenberatung. Zudem wurde die U3-Betreuung mit einer Krabbelgruppe ausgebaut.

„Die Bedürfnisse der Eltern haben wir abgefragt, und die bislang gestarteten Angebote waren sehr gut besucht”, freut sich Marina Schmaldienst über die positive Resonanz.

Aktuell befindet sich der Kindergarten im Anna-Park auf dem Weg zum Familienzentrum. Doch wie viele zertifizierte Einrichtungen braucht eine Stadt von der Größe Alsdorfs? „Wir könnten acht beantragen, aber ich denke, dass wir mit sechs Familienzentren gut ausgestattet sind. Wir müssen ja auch sehen, dass uns die Kooperationspartner nicht irgendwann ausgehen”, sagt Manfred Schmidt.

Partner, die eng mit dem neuen Familienzentrum zusammenarbeiten, sind unter anderem die Stadtbücherei Alsdorf sowie die Verbraucherzentrale. Zudem bietet die Verbundeinrichtung gezielte Sprachförderung an - auch in Zusammenarbeit mit Logopäden, denn immer mehr Kinder zeigen sprachliche Entwicklungsverzögerungen.

„Die Hemmschwelle bei den Eltern, sich an den Kindergarten zu wenden, wenn sie Hilfe brauchen, ist niedrig. So ist es für uns leichter, den Erstkontakt herzustellen”, sagt Marie-Luise Schulz.

100 Kinder in fünf Gruppen besuchen die Einrichtung an der Straßburger Straße, es gibt zwei kleine altersgemischte Gruppen für Kinder zwischen vier Monaten und sechs Jahren. 65 Mädchen und Jungen sind es in der Kindertagesstätte Blumenrath. Hier gibt es eine U3-Gruppe. Diese soll im Kindergartenjahr 2010/2011 um eine U3-Gruppe erweitert werden.
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