Würselen/Kerkrade - Kooperation zwischen Kerkrade und RMK nimmt Fahrt auf

Kooperation zwischen Kerkrade und RMK nimmt Fahrt auf

Von: Karl Stüber
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Nettes Mitbringsel aus Kerkrade: Eine Miniaturausgabe der Skulptur „viva la vida“ betrachten (v.l.) Stationsleiterin Erna Vanwersch, RMK-Geschäftsführer René A. Bostelaar, Kerkrades Bürgermeister Jos Som und der Urologe Dr. Sajjad Rahnamai‘i. Foto: Karl Stüber

Würselen/Kerkrade. Die zwischen dem Rhein-Maas Klinikum in Würselen (RMK) und der niederländischen Grenzgemeinde Kerkrade vereinbarte Kooperation bei der medizinischen Versorgung niederländischer Patienten nimmt Fahrt auf.

RMK-Geschäftsführer René A. Bostelaar sagte am Freitag bei einem Treffen mit Kerkrades Bürgermeister Jos Som am Standort Marienhöhe in Würselen-Mitte, dass am Mittwoch, 25. April, eine Informationsveranstaltung im Kerkrader Continium. Erlebnismuseum für Wissenschaft und Technik, geplant ist, Beginn 18 Uhr. Weitere Aktionen sollen folgen und die Möglichkeiten zur Information für niederländische Nachbarn ausgebaut werden.

Die Idee dazu liegt recht nahe – nur rund zehn Kilometer entfernt. Ein Katzensprung in Europa, zumal die Grenze schon längst gefallen ist. Aber erst jetzt kam man bei einer zufälligen Begegnung der beiden Protagonisten darauf, also Bostelaar und Bürgermeister Som.

Es folgten eine Einladung nach Würselen und die Erkenntnis, dass die Kerkrader Bürger das Naheliegende auch nutzen sollten und auch können. „Es ist wichtig, zu erkennen, was wir in der Grenzregion haben, das miteinander zu teilen und für die Einwohner nutzen“, sagte – ganz Pragmatiker – Som. „Und wir müssen die Menschen darauf aufmerksam machen!“, wies Som dankbar auf unsere Zeitung, die vor ihm lag. Da war neben einem Bericht über den Karneval im niederländischen Limburg auch schon etwas über die Kooperation zwischen Kerkrade und dem RMK zu lesen gewesen. Das habe schon zu vielen Reaktionen geführt.

Som sagte, es werde viel zu wenig miteinander gesprochen. Am liebsten würde er sich mit Bürgermeistern der deutschen Städteregion treffen. Ein jeder sollte in jeweils drei Minuten vortragen, was die eigenen Kommune ausmacht – als Einstieg in weiterführenden Austausch. Das Ganze ergänzt mit einem geselligen Teil, etwa mit dem Besuch eines Fußballspiels. Einander kennenlernen, von einander lernen und sich schätzen lernen. Es könnte so einfach sein.

Einfach ist es jetzt schon für Niederländer, im Rhein-Maas Klinikum behandelt zu werden, sagte Bostelaar. Die Kostenabrechnung sei zwischen Krankenkassen grundsätzlich geregelt. Rund 250 niederländische Patienten im Jahr wurden in Würselen bislang behandelt. Das dürften nun deutlich mehr werden, zumal es am RMK bereits niederländisches Personal gibt, wie Stationsleiterin Erna Vanwersch und Dr. Sajjad Rahnami‘i, der Wissenschaftler an der Universität Maastricht ist und in der RMK-Klinik für Urologie am Standort Bardenberg arbeitet.

Der junge Arzt nannte ein Beispiel: Während auf niederländischer Seite ein Patient mit Nierensteinen vier bis sechs Wochen auf einen Behandlungstermin beim Fachmann warten müsse, sei dies – wichtig angesichts der bei diesem Krankheitsbild auftretenden Schmerzen – in Würselen innerhalb einer Woche möglich. Modernste medizinische Diagnostik- und Behandlungstechnik komme zum Einsatz.

Bostelaar sagte, dass besonders bei Notfällen die Wege kurz seien. Schon jetzt würden Rettungswagen in Not geratene Niederländer herbeischaffen. Der RMK-Geschäftsführer kann sich noch mehr an Kooperation vorstellen, etwa bei der Ausbildung von dringend benötigtem Pflegepersonal. Vielleicht zweisprachig in der noch zu bauenden Krankenpflegeschule in Bardenberg. Aber das müsste Som mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg klären.

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