Herzogenrath - Kooperation in Sorge um das Herzstück der Gesellschaft

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Kooperation in Sorge um das Herzstück der Gesellschaft

Von: ath
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Gut vernetzt: (v.l.) Lena Rongen, Ivanka Radoka, Dietmar Franck, Schirmherr Bürgermeister Christoph von den Driesch, Monika Jentzen-Stellmach, Bernhard Verholen, Anja Houben-Dickmann, Birgit Beck Teran, Sylvia von Berg, Ursula Mingers und Beatrix Oprée. Foto: Andrea Thomas

Herzogenrath. Das Modellprojekt „moliri - Servicestelle für Familiengesundheit” ist vor drei Jahren angetreten, um Familien in Herzogenrath zu unterstützen und sozial benachteiligten Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen. Trägerin ist der Caritasverband für die Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land, die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW war maßgeblicher Unterstützer.

Die Pubertät habe das „Kind moliri” mit dem Ende der Modellphase nun hinter sich, wie Bernhard Verholen, Geschäftsführer des Caritasverbands, bei einer Feier im Frauenkommunikationszentrum zum Start in die nächste Lebensphase des Projektes umschrieb. „In dieser Zeit wurde viel Neues probiert, Ecken und Kanten schliffen sich ab, und manches wurde trotzig durchgeboxt.” Nun sei „moliri” ein „junges, erwachsenes Geschöpf”, habe viel für Familien erreicht und noch viele Aufgaben vor sich. Abgesichert wird die nächste Lebensphase vom Caritasverband und der Stadt Herzogenrath, die gemeinsam die Finanzierung auch nach dem Ablauf der Projektzeit sicherstellen.

Von Anfang an seien die Stadt, das Bündnis für Familien, das Frauenkommunikationszentrum und andere Einrichtungen eng mit „moliri” verbunden gewesen, erläuterte Bürgermeister Christoph von den Driesch: „Familie ist das Herzstück unserer Gesellschaft.” Sie werde heute in vielfältigen Formen gelebt. Dem müsse Familienpolitik Rechnung tragen, „moliri” leiste dazu einen wichtigen Beitrag.

Am Bedarf orientiert

Das Erreichte kann sich sehen lassen, nicht zuletzt, weil Monika Jentzen-Stellmach und Birgit Beck-Teran, die ins Jugendamt wechselt und für die Ivanka Radoka dazugekommen ist, sich mit ihren Projekten immer am Bedarf der Mütter, Väter und Kinder orientieren. Entstanden ist so unter anderem das Müttercafé. Eng vernetzt arbeiten die „FrontfrauenÓ auch mit der „Kindermahlzeit”, Hilfsaktion der Tageszeitungen, und dem gemeinschaftlichen generationsübergreifenden Hilfe- und Unterstützungsprojekt EfaS (Ehrenamt für Familien und Senioren). Vertreter der verschiedenen Projektpartner gaben einen lebendigen Einblick in die Praxis. Ursula Mingers, Leiterin der integrativen Tagesstätte St. Thekla, etwa erzählte von „Oase 9”, einem Angebot, das gestressten und überforderten Müttern eine Auszeit und Wege zur Gelassenheit aufweist. „Prophylaxe pur”, wie sie erklärt, denn davon profitierten vor allem die Kinder. Wie wichtig der Austausch mit anderen Müttern ist, davon berichteten Anja Houben-Dickmann und Sylvia von Berg aus dem Müttercafé: „Wir fühlen uns hier wie in einer Großfamilie, und wenn es ein Problem gibt, dann lösen das die beiden Damen von moliri mit uns in null-komma-nix!”

Redakteurin Beatrix Oprée betonte den großen Stellenwert des Einsatzes gegen die Kinderarmut auch für die Tageszeitung als Medienpartner. Lena Rongen, Leiterin des Familienzentrums Helene-Simon, unterstrich die Bedeutung der Aktion „Kindermahlzeit”. Durch die Spenden können benachteiligten Kindern regelmäßige warme Mahlzeiten finanziert werden: „Und sie essen. Da gibt es kein Quengeln, ´das mag ich nicht. Und montags nach dem Wochenende zuhause, da essen sie doppelt.” Die Möglichkeit zur Mahlzeit für die Kinder öffne auch Türen zu den Müttern, die Vertrauen fassten und so auch Beratung und Hilfen annähmen.

Eine ganz konkrete Hilfe bieten auch die Familienpaten von EfaS. Dietmar Franck etwa widmet einen großen Teil seiner Zeit einem kleinen Jungen und seiner Familie und freut sich über jeden Fortschritt, den das Kind macht. Mit stets neuen Ideen und Projekten kann „moliri” nun auch weiterhin wirken -Êüberall da, wo es bei Familien brennt.
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