Konzert in St. Willibrord: Wunderbare Perlen des Gospel

Von: ehg
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Konzert „Kunst einmal anders“ in der Pfarrkirche St. Willibrord Euchen: Der Gospelchor „ Voices of Praise“ weiß das Publikum zu begeistern. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. So gefüllt wie bei der jüngsten „Kunst einmal anders“-Veranstaltung war die Kirche St. Willibrord schon lang nicht mehr, und das an einem wunderschönen frühherbstlichen Spätnachmittag. Die Sitzplätze in den Bänken waren nicht nur in Gänze besetzt.

Vielmehr mussten auch noch eine Menge Stühle „gerückt“ werden. Einige wenige mussten sich mit einem Stehplatz begnügen.

Der Grund: Der von Darnita Rogers, die selbst auch solistisch grandios in Erscheinung trat, war mit dem Gospelchor der Evangelischen Gemeinde Aachen „Voices auf Praise“ zu Gast. Musikalisch begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger einfühlsam auf der elektronischen Orgel von Kirk Rogers mit seiner mehr als 30-jährigen Gospel-Erfahrung.

Geboten wurden facettenreich Perlen dieser christlich-afroamerikanischen musikalischen Stilrichtung, die sich aus dem Negro Spiritual sowie aus Elementen des Blues und Jazz entwickelt hat. Da kam bei den Besuchern rund 90 Minuten lang Freude auf. Vor Begeisterung spendeten sie frenetischen Beifall.

Hoffnung und Vertrauen wurden bei ihnen durch die gebotenen Gospels geweckt wie einst bei den Negersklaven in den Südstaaten der USA. Nicht zuletzt sprang der Funke des Glaubens ob der tiefen Frömmigkeit über, die verbreitet wurde. Es erfüllte sich der Wunsch der Vorsitzenden des Gemeindeausschusses, Eleonore Bülles. Es wurde ein unvergesslicher Abend und vielleicht auch noch mehr!

Rhythmisches Klatschen

Bereits bei ihrem ersten Soloauftritt reizte Darnita, die seit mehr als 20 Jahren in diesem Genre unterwegs ist, ihre schöne Sopranstimme über fünf Oktaven aus. Die über 200 Besucher unterlegten von Anfang an die Songs mit rhythmischem Klatschen. Sie nahmen sich an die Hand und „schunkelten“ dazu.

Der Funke war längst übergesprungen. Bei diesem Bündel an Temperament war das kein Wunder. Ihre Begeisterungsfähigkeit und die sympathische Aura rissen nicht nur die Sänger, sondern auch das Publikum mit. Jeder musste mit, ob er nun wollte oder nicht!

Der Chor und ihre „Frontsängerin“ entpuppten sich nicht nur als Meister der rhythmisch lauten Töne. Sie entfalteten ihre begeisternde Gesangskunst auch mit leisen, besinnlich, den „Lord“ immer im Auge.

In den Gesängen spiegelten sich Freud‘ und Leid der Negersklaven, deren Glaube sie nicht verzweifeln ließ. Lange vor dem „O happy Day“ überschlugen sich die Wellen der Begeisterung. Erst recht aber bei diesem Ohrwurm, aber auch bei „Holy is the Lord“. Bei allem Rhythmus und allem Enthusiasmus war tiefe Religiosität im mitreißenden Spiel. Am Ende kannte der Beifall keine Grenzen. Die geforderte Zugabe war mehr als eine Selbstverständlichkeit.

Die Sängerinnen und Sänger hatten ihrem Namen „Voice of Praise“ mit ihrem Lobpreis Gottes alle Ehre gemacht.

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