Kontakte knüpfen und Integration ermöglichen

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Die Organisatorinnen: (v.l.) Saziye Cirisoglu (Integrationsrat), Judith Kuntz (evangelische Flüchtlingsberatung), Birgit Kuballa (Gleichstellungsbeauftragte), Ivanka Radocaj (moliri): es fehlt Cornelia Sahlmen (Diakonie).

Herzogenrath. Ein Integrationsprojekt der besonderen Art beginnt im Februar in der Rodastadt: ein Gymnastikkurs mit Begegnungs- und Gesprächsangebot für junge Mütter.

„Gerade junge Frauen mit kleinen Kindern haben einerseits den Wunsch nach Bewegung und Sport. Sie wollen etwas für ihren Körper tun und fit bleiben. Andererseits sind sie durch Kinder, Haushalt und die vielfältigen Anforderungen einer jungen Familie belastet und benötigen Entspannung und Erholung”, sagt Birgit Kuballa, Gleichstellungsbeauftragte und Mitinitiatorin des Projektes. Genau an diesem Punkt setzt „JaM - Junge aktive Mütter” an.

Ein Jahr lang werden in der Gruppe unter fachlicher Anleitung wöchentlich eine Stunde Fitness- und Entspannungsübungen angeboten. Parallel dazu kümmert sich eine Pädagogin um die Betreuung von Kindern bis drei Jahre.

Über den sportlichen Teil hinaus wird es im Anschluss Zeit geben für Gespräche. Hier haben die Teilnehmerinnen Gelegenheit, sich kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen, aber auch über die vielfältigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in Herzogenrath, die Beratungs- und Hilfsangebote, die Institutionen wie Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen sowie das Vereinsleben zu erfahren.

„Wir begleiten diese Gesprächsrunden und bringen natürlich unsere Erfahrungen und Verbindungen mit ein”, sagt Ivanka Radocaj von der Caritas-Familienservicestelle moliri. „Jungen Frauen mit kleinen Kindern fehlt oft die Zeit, etwas für sich zu tun”, ergänzt Cornelia Sahlmen von der Diakonie. Und Saziye Cirisoglu vom städtischen Integrationsrat fügt hinzu: „Insbesondere Migrantinnen bewegen sich in einem sehr begrenzten Umfeld und finden darüber hinaus nur schwer Kontakte.”

Sehr geringer Kostenanteil

Das einjährige Projekt wird durch Mittel der Robert-Bosch-Stiftung gefördert, sodass lediglich ein Kostenanteil von 1 Euro/Monat (12 Euro/Jahr) entsteht. Ziel ist die Integration. So richtet sich das Projekt an junge Mütter jeglicher Nationalität. Gerade die unterschiedliche Herkunft der Frauen, ob Deutschland, Türkei, Polen, Südafrika, Finnland usw., macht eine solche Gruppe interessant.

Schließlich betont Judith Kuntz von der evangelischen Flüchtlingsberatung, dass das gegenseitige Kennenlernen und das gemeinsame Tun im Vordergrund stehen soll. Ab Februar findet das Angebot montags von 9 bis 11 Uhr in der Regenbogenschule, Leonhardstraße 21, statt. Die Organisation des Projektes obliegt der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Herzogenrath; der Evangelische Flüchtlingsberatung der Kirchengemeinde Herzogenrath; der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Aachen; dem Integrationsrat und moliri, Servicestelle für Familiengesundheit der Caritas.

Weitere Informationen und Anmeldung gibt es bei allen Kooperationspartnerinnen oder unter 02406/83-139.
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