Kontakt endet nicht in Morlaix

Von: Elisa Zander
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Filme zur Unterstützung der deutsch-französischen Verständigung: Ein erfolgreicher Tag für (v.l.) Josefine Schulz, Ellen Thiele-Vafaie, Prof. Magda Mott und Angelika Nußbaum. Foto: Elisa Zander

Würselen. Ellen Thielen-Vafaie pflegt eine ganz besondere Beziehung: Nicht zu einem Lebewesen, sondern zu einem Land. Frankreich ist der Staat, den sie besonders in ihr Herz geschlossen hat und den sie mit ebenjenem den Würselener Bürgern näher bringen möchte.

Den Auftakt machte ein Filmtag, der über die Städtepartnerschaft hinaus an die Unterzeichnung der „Elyséeverträge” erinnern sollte. Am 22. Januar 1963 unterzeichneten der damalige deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle die Papiere, die bis heute als Start in ein neues Kapitel der deutsch-französischen Freundschaft gelten.

Gründer-Vater

Ellen Thielen-Vafaie empfindet es bis heute bemerkenswert, dass durch diese Verträge „zwei Völker, die sich lange feindlich und in schrecklichen Kriegen gegenüber gestanden haben, jetzt eine so tolle Freundschaft entstanden ist”. Die Frankreich-Liebhaberin muss es wissen. Seit Jahren pflegt sie dorthin Kontakte zu Menschen, die weit über Morlaix hinausgehen. Ihr Vater war einer der Begründer der Partnerschaft zwischen Würselen und Morlaix - sie verbinden ganz besondere Bande mit diesem Land.

Auch Josefine Schulz kann sich an viele schöne Abende erinnern und kann berichten, dass sogar zwei Ehen aus der deutsch-französischen Freundschaft hervorgegangen sind.

Bei so viel grenzüberschreitendem Kontakt fallen dann auch die kleinen Unterschiede zwischen den Volksmentalitäten auf. Genauer benennen kann Ellen Thiele-Vafaie die Differenzen nicht. Nur so viel: „Sie sind an sich ebenso offen und freundlich wie wir Rheinländer.”

Filmische Beiträge

Nicht nur mentale Unterschiede kann die Filmexpertin Prof. Magda Motté feststellen. „Die Franzosen gehen oft leichter an ein Thema heran, ohne dass es seicht wird oder dass es keinen Tiefgang hat.” Damit verweist sie auf den ersten filmischen Beitrag, der an diesem Tag im Euregio-Kolleg gezeigt wird: „Au revoir les enfants/Auf Wiedersehen Kinder” von Louis Malle. Ein biographischer Film des Regisseurs über eine Freundschaft zwischen zwei Jungen, die während des zweiten Weltkriegs in einem Internat leben.

Heiterer ist Gérard Ourys „La grande Vadrouille/Die große Sause - drei Bruchpiloten in Paris”; eine Komödie von 1966. Ein Genre, in dem die Franzosen immer wieder sehr erfolgreich gewesen sind, weiß Magda Motté. Denn „Die große Sause” war bis zu „Willkommen bei den Schtis” die erfolgreichste französische Komödie.

Unbekannte Seiten

Das Nachbarland Frankreich auch einmal von seinen unbekannten Seiten zeigen - das wollen die mittlerweile über 100 Mitglieder der DFG. Das Filmerlebnis war hierzu ein erfolgreicher Thementag.
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