Kommunalwahl: CDU will nicht viel reden, sondern anpacken

Von: Markus Bienwald
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Mit dem frisch gedruckten Wahlprogramm in der Hand wollen Dieter Gronowski, Reimund Billmann, Marie-Theres Sobczyk, Andreas Jaroniak, Maike Frauenrath und Herbert Aretz (v.l.) mit ihrem Wahlteam am 25. Mai punkten. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Drei Hände, die an einem Strang ziehen, sind auf dem Titel des gedruckten Wahlprogramms der Christdemokraten in Herzogenrath zu sehen. „Net mulle, werke!“ steht darunter und wer das Heftchen durchblättert, findet wenig lange Erklärungen, sondern viele Schlagworte.

„Wir wollen reale Arbeit leisten, die auch machbar ist“, sagt die Vorsitzende Marie-Theres Sobczyk. Und ihr Stellvertreter Dieter Gronowski ergänzt, dass die CDU in Roda sich als Partei aller Generationen und aller Interessen versteht.

Probleme wollen sie nicht wälzen in ihrem Wahlprogramm, das sollen schon das frische Orange als Leitfarbe und die Plus-Zeichen vor den einzelnen Aufzählungspunkten symbolisieren. „Angriffe auf politische Gegner wollen wir nicht fahren“, so Reimund Billmann weiter, stattdessen will er in den kommenden sechseinhalb Jahren nach der Kommunalwahl am 25. Mai mit einem Team-Wahlkampf so viele Mandate wie möglich erreichen. Alle im Rat vertretenen Parteien sollen politische Verantwortung tragen, aber der Bürger solle dabei auch „abgeholt“ werden bei Themen, die ihn betreffen.

Bürger sollen sich einbringen

Bestes Beispiel für die CDUler ist dabei die Vorschlagsliste für eine künftige Stadtkerngestaltung in Kohlscheid. „Es ist absolut positiv zu sehen, wie die Bürger sich einbringen“, unterstreicht Dieter Gronowski. Und das soll dem Willen der Kandidaten auch in den fünf Kategorien „Bildung und Wissen“, „Stadtleben, Kultur und Sport“, „Jugend, Familie und Senioren“, „Wirtschaft und Wachstum“, sowie „Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt“ funktionieren. Kritik der Menschen vor Ort, auch negative, soll bei der CDU auf fruchtbaren Boden fallen.

Kernthema Verkehr

Natürlich nehmen sich die Kandidaten gerne dem Kernthema Verkehr in der Stadt mit den drei Zentren an. Bei der B258n bleibt die CDU auf Unterstützer-Kurs, sie wollen eine Entlastung. Beim Radschnellweg unterstreicht Reimund Billmann, dass hier das Land „erhebliche Zuschüsse“ gebe: „Wir können das Geld nehmen oder es sein lassen, aber der Radschnellweg könnte einen Teil der Verkehrswegeproblematik lösen.“

Der demographische Wandel hat für die CDU in der gesamten Stadt einen wesentlichen Anteil an der Politik. „Schließlich müssen wir daran denken, dass auch ältere Mitbürger in den Außenbezirken versorgt werden, wozu ein flächendeckendes Angebot nötig ist“, findet Marie-Theres Sobczyk. Nicht nur in Sachen Nahversorgung, sondern auch bei den Investoren müsse weiter gearbeitet werden, auch komplexe Zusammenhänge wie die Inklusion und die Lage bei den Sportstätten im Stadtgebiet müsse in den Fokus der Politik rücken.

Eine Discothek als einziges Instrument für eine breiter aufgestellte Jugendarbeit lassen die Christdemokraten nicht gelten, hier könne die Jugendarbeit in allen Vereinen besser unterstützt und aufgestellt werden. „Gerade in Vereinen wird eine gute Jugendarbeit geleistet, soziale Kontakte werden geknüpft und nicht zuletzt die Sozialisation junger Menschen gefördert“, weiß Dieter Gronowski. Hauptamtliche Unterstützung der Ehrenamtler steht deswegen ganz oben auf der Liste. Wirtschaftlich sollen mit Weiterentwicklungen der Gewerbeflächen am Nordstern und Dornkaul, sowie attraktiven steuerlichen Rahmenbedingungen Standards gesetzt werden. Gleichzeitig sollen ein bedarfsgerechter Ausbau der Kita- und Tagespflegeplätze, Spielplätzen für alle Altersgruppen und einer weiter gepflegten Schullandschaft Rahmenbedingungen für Familien geboten werden.

Eine Elektrifizierung der Euregiobahn, Unterstützung privater und gemeinnütziger Wohnungsbauprojekte, sowie ein effektives Gebäudemanagement und eine schnellstmögliche Eingliederung des Bahnhofs Kohlscheid in den Fahrplan der RB33 sind weitere Punkte, die helfen sollen, mit einer gemeinsamen Zugrichtung an der Zukunft Herzogenraths zu arbeiten.

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