Kommunalaufsicht erteilt grünes Licht für Eigenleistung

Von: bea
Letzte Aktualisierung:
13783387.jpg
Restaurierungsbedürftig: die Kita in Bank, untergebracht in der einstigen Schule. Jetzt soll neu gebaut werden. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Sie liegt idyllisch, unter hohen alten Bäumen. Doch die ehemalige Schule, die den Erlebniskindergarten St. Mariä Verkündigung in Bank beherbergt, ist in die Jahre gekommen. „Der Gebäudezustand ist sehr schlecht, es gibt einen sehr hohen Reparaturaufwand, außerdem ist es energetisch betrachtet ein Fass ohne Boden“, sagt Bernd Krott, Bereichsleiter Jugend, auf Anfrage unserer Zeitung.

So ist ein Neubau an der Haus-Heyden-Straße längst beschlossene Sache, nun liegen Architektenpläne und Details der Funktionalausschreibung vor, gefertigt im Aachener Büro Horbach und Kleicker. Demnach ist ein schräg angelegter Gruppenraumtrakt samt Differenzierungs-, Ruhe- und Pflegeräumen angedacht, der über den Spielflur mit einem Mehrzweckraum sowie Räumen für Personal und Leitung, Küche und Sanitärbereich verbunden ist.

Ein „Bubble“-Oberlicht versorgt den Flur mit Tageslicht. Die Bruttogrundfläche beträgt 878 Quadratmeter. 90 Kinder sollen in der neuen Kita spielen und gefördert werden können – in zwei Gruppen zu je 25 Drei- bis Sechsjährigen, sowie zwei 20er-Gruppen mit je sechs Plätzen für unter Dreijährige.

Als förderungsfähige Kosten wurden 2.220.000 Euro anerkannt, die Bundesbeteiligung, so die Verwaltung, betrage voraussichtlich 1.997.000 Euro. Für die durch die Stadt aus Eigenmitteln zu erbringenden rund 223.000 Euro hat die Kommunalaufsicht mit Blick auf Haushaltssicherung und vorläufige Haushaltsführung bereits grünes Licht erteilt.

In einer gemeinsamen Sitzung des Jugendhilfe- und des Bau- und Verkehrsausschusses am Donnerstag, 12. Januar, 18 Uhr, steht die funktionale Ausschreibung zum Beschluss an, auf deren Grundlage sich Bauträger bewerben können.

Die alte Schule soll nach Fertigstellung des Neubaus abgerissen werden, die dazu veranschlagten 85 000 Euro fallen zusätzlich an. Der im Jahr 2005 errichtete Anbau soll erhalten bleiben und weiter für Kinder- und Jugendzwecke genutzt werden. Träger der Kita ist die pro futura GmbH, gemeinnütziger Träger katholischer Tageseinrichtungen für Kinder in der Region Aachen-Land und -Stadt, mit der bezüglich der künftigen Mietzahlung noch eine Vereinbarung zu treffen sei, so die Stadt.

Gebaut werden soll bald auch am Wasserturm in Merkstein. Ein Kita-Anbau für eine vierte Gruppe steht dort bereits an. Eine „Vorläufer“-Gruppe geht am 1. Februar in den Räumen im Streiffelder Hof an den Start, die eingerichtet wurden, als sich der Neubau am Wasserturm verzögerte. Die Fördermittel für den Erweiterungsbau und ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn werden in Kürze beantragt, so Bernd Krott.

Die Vorläufer-Gruppe und die kurzfristig aufgestockte dritte Gruppe für den Neubau der Herz-Jesu-Kita würden die Bedarfssituation in Merkstein und Herzogenrath-Mitte entspannen. In Kohlscheid könnten zusätzliche Angebote vorrangig für Drei- bis Sechsjährige nötig werden. Diesbezüglich sei die Verwaltung bereits in Überlegung, Angebotslücken möglichst kostengünstig zu schließen. Endgültige Zahlen liegen Anfang März vor.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert