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Kommentiert: Mangel männlicher Lehrer an Grundschulen

Ein Kommentar von Verena Müller

Die Schule hat nach den Winterferien wieder begonnen. Das hatten wir Anfang der Woche zum Anlass genommen, uns einmal an den Schulen, speziell den Grundschulen, umzuschauen.

Ergebnis: kaum Männer innerhalb des Lehrkörpers. An manchen Grundschulen gibt es nicht einen einzigen Lehrer, nur Lehrerinnen. Mit dem vergleichsweise niedrigen Gehalt ist das nicht alleine zu erklären, wie einer der Lehrer berichtete. Offenbar herrscht nach wie vor die Annahme vor, gerade bei kleineren Kindern hätten Frauen das bessere Händchen.

Kinder brauchen sowohl männliche als auch weibliche Vorbilder – rein auf den Lernerfolg bezogen ist die Geschlechterfrage aber irrelevant. Da sind ganz andere Qualitäten ausschlaggebend, nicht das „w“ oder „m“ im Personalbogen. Ob man tatsächlich von einer „vaterlosen Gesellschaft“ sprechen kann, wie ein Lehrer meint, ist fraglich.

Sicher, bei der Verteilung der Elternzeit sind Frauen quantitativ im Plus. Fakt ist auch, dass die Gehälter von Männern nach wie vor im Schnitt höher liegen, es immer wieder heißt, sie seien im Beruf unabkömmlicher als Frauen, es bei vielen Arbeitgebern an Akzeptanz für längere Elternzeiten der Väter mangelt und die Gesetzeslücke mit Blick auf flexible Teilzeitmodelle immer noch nicht geschlossen ist.

Ja, es kümmern sich auch privat nach wie vor mehr Frauen als Männer um den Nachwuchs. Aber das Selbstverständnis der Väter hat sich in den vergangenen Jahrzehnten doch stark verändert. Das lässt sich nicht rein anhand der Berufstätigkeit messen.

Und: Ein Gesetzesentwurf für flexiblere Teilzeitmodelle liegt inzwischen wenigstens vor. Es geht also bergauf, wenn auch nur langsam. Nicht so recht voranschreiten scheinen die Untersuchungen zur Ursache des inzwischen zweiten Lecks an den Teichen im Alsdorfer Tierpark.

Man könnte den Verdacht haben, dass schon dem ersten Fall nicht gründlich nachgegangen ist, nun drohte erneut die Unterspülung der Bundesstraße. Nicht abschließend geklärt ist auch die Frage, welche Hintergründe die Rangelei am Rande des Hallenfußballturniers in Alsdorf hatte. Da gibt es wenigstens zwei verschiedene Sichtweisen. Es bleibt also auch nächste Woche spannend.

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