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Kommentiert: Freibeuter mit eigenem Sinn

Ein Kommentar von Beatrix Oprée

Wir haben uns den A... aufgerissen ...!“ – Der Frust bei der FDP ist hoch.

Verständlich – gemessen an der Intensität des ideenreichen Wahlkampfs – doch der unaufhaltsam negative Bundestrend schlägt durch. Da vermag die Tatsache wenig zu trösten, das beste liberale Ergebnis der Städteregion erzielt zu haben und über dem Landestrend zu liegen. Erstarkt ist die SPD, deren bisherige Partner jedoch Schrammen davongetragen haben: Die Grünen verlieren einen Sitz, die Linke kann das dritte Mandat so gerade noch halten. Das belegt nicht unbedingt, einzig die dreijährige Arbeit der rot-grün-roten „Gestaltungsmehrheit“ sei ausschlaggebend für den Aufschwung der SPD gewesen, wie deren Mitglieder es am liebsten interpretieren. Promi-Kandidat Martin Schulz dürfte auch hier Gewicht gehabt haben, der für die Sozialdemokraten bei den Europawahlen städteregionsweit (mit drei Ausnahmen) punktete. Bei den Städteregionswahlen hingegen gaben die Herzogenrather der CDU den Vorzug. Der Wähler ist unberechenbar geworden. Noch nicht berechenbar sind die Piraten in Herzogenrath. „Themenkoalitionen“ propagieren sie, mit „freien Mehrheiten“. Aber: Alles komme auf die Gespräche an ... Mal sehen, ob sich die Freibeuter „einfangen“ lassen ...

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