Kommentiert: Bekenntnis zum MZ abgelegt

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Kommentiert: Bekenntnis zum MZ abgelegt

Ein Kommentar von Karl Stüber

Städteregionsrat Helmut Etschenberg hat beim Würselener Stadtgespräch ein derartig pointiertes „Glaubensbekenntnis“ zur Zukunft des Medizinischen Zentrums (MZ) abgegeben, dass die Zuhörer den Eindruck haben konnten, das Haus selbst sei konfessionell gebunden.

Aber das ist es eben nicht – und soll es auch nicht werden.

An einen Verkauf an einen anderen Träger, etwa Caritas, oder einen Privatinvestor ist nicht gedacht, auch wenn einmal Miteigentümer Knappschaft Bahn-See die Lust an diesem Krankenhaus verlieren sollte. Notfalls würde die Städteregion das MZ ganz übernehmen. Reichlich Beifall aus Reihen des Auditoriums, darunter viele Belegschaftsmitglieder und auch (potenzielle) Kunden waren ihm gewiss. Und das hat nicht nur mit Wahlkampf zu tun. 2015 findet zwar die Städteregionswahl statt.

Aber auch so nimmt die Städteregion offensichtlich den Auftrag, die Krankenhausversorgung für die Bevölkerung zu garantieren, derart ernst, dass sie dies nicht vertraglich an andere delegieren will. Das soll nicht vergeblich gewesen sein. Auf diese Basis lässt sich bauen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. In den letzten Jahren wurden bereits 14 Millionen Euro in den Standort Bardenberg investiert. Notfallbetten bleiben dort.

Zudem werden die modernisierten Einheiten einem Zentrum für Urologie, Gynäkologie, Geburtshilfe und Lungenheilkunde dienen. Weitere Millionen werden dort eingesetzt – und auch am Standort Marienhöhe, wo im April der Erweiterungsbau fertig werden soll und dann das große Stühle- und Bettenschieben beginnt.

Angst entsteht oft vor dem, was man nicht oder nur vage kennt. Das galt bislang auch für den „Masterplan 2018“, also die Umstrukturierung des MZ mit Schwerpunktbildung in Marienhöhe. Mit dem ersten Würselener Stadtgespräch unserer Zeitung sehen die Betroffenen ein Stück klarer. Bedenken bleiben, ob alles seine Richtigkeit hat, aber ab sofort gibt es eine offenere Gesprächskultur, die MZ-Geschäftsführung, Eigentümer, aber auch Beschäftigte sowie Bürgerschaft weiter ausbauen sollten.

Der große Wurf, die Zukunftssicherung des Krankenhauses bei mehr Beteiligung niedergelassener Ärzte, kann nur gelingen, wenn alle mitmachen. Unsere Zeitung wird das weiter eng begleiten, ergänzt durch eine neue Reihe: das Forum Medizin in Kooperation mit dem MZ. Im Frühjahr startet diese Reihe. Ein weiteres Teil im Mosaik der Foren Medizin im gesamten Verbreitungsgebiet unserer Zeitung.

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