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Kollwitz-Schüler bauen ein Bühnenbild für Theater K.

Von: Lars Odenkirchen
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Sie sind stolz auf ihre Arbeit: Patrick (13), Lehrer Thomas Hassenjürgen, Sven (13), Sarah (13), Denise (12), Stefan (12) und Chantal (14)besuchten das Theater K, um dort „ihre” Kulisse zu begutachten. Foto: Lars Odenkirchen

Herzogenrath. Dass eine Schulklasse ein Theater besucht, ist zunächst nichts Besonderes. Außergewöhnlich wird der Besuch aber dann, wenn die Schüler ihr selbst gebautes Bühnenbild im Theater anschauen - so wie es nun eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Käthe-Kollwitz Schule aus Herzogenrath im Aachener Theater K. tat.

Ein Flugzeugfragment und eine Sanddüne sind es, die 25 Schüler aus drei Klassen der Herzogenrather Förderschule im Werkunterricht gebaut haben - natürlich in Lebensgröße.

Professionelle Arbeit

Sechs der jungen Requisitenbauer hatten die Gelegenheit, das in der Bastei beheimatete Theater zu besuchen. Ein dickes Lob ernteten sie dabei zunächst von Jochen Deuticke, einem der Leiter des Theaters: „Für uns war das Projekt eine super Sache. Die Schüler haben wirklich professionelle Arbeit geleistet.”

Doch auch für die Schülerinnen und Schüler lohnte sich der Besuch, wie Patrick (13) erzählt: „Wir haben uns schon sehr darauf gefreut, einmmal zu sehen, wie es das Bühnenbild jetzt aussieht.”

Komplett aus Holz sind die beiden Requisiten gefertigt, die im Theaterstück „Fette Männer im Rock” zu sehen sein werden. Aufgrund des Materials war Werklehrer Thomas Hassenjürgen beim Bau der Elemente genau der richtige Mann: „Bevor ich Lehrer wurde, habe ich eine Zeit lang als Schreiner gearbeitet.

Dadurch fiel es mir leicht, eine Vorstellung zu entwickeln, wie wir die Anforderungen des Theaters umsetzen können.”

Worin die Vorteile des Projekts für die Schüler liegen, ist dem engagierten Lehrer klar: „So etwas für ein Theater zu bauen, ist eine ganz andere Herausforderung als der normale Werkunterricht. Das ist ein richtiger Kick für die Schüler.

Außerdem ist es näher am Berufsleben. Man lernt, mit Zeitdruck umzugehen und weiß, dass man nicht nur für sich selbst etwas bastelt, sondern dass das Produkt auch fremden Ansprüchen genügen muss.”

Eine sinnvolle Idee also, die unkonventionell entstanden ist: „Ich kenne einige Theaterleute privat. Auf einer Feier sind wir einmal auf die Idee gekommen, dass ein solches Projekt für beide Seiten ein Gewinn wäre”, erzählt Hassenjürgen von der Geburtsstunde des Projekts.

„Voll korrekt!”

Nach längerem Anlauf und Gedankenaustausch wurde das Projekt dann zügig realisiert: Die Sanddüne bauten die 13- bis 16- jährigen Schülerinnen und Schüler in zehn Tagen, für das Flugzeugteil benötigten sie eine weitere Woche.

Und was denken die Schüler selbst über ihr Projekt? Sarah (13) braucht nicht viele Worte, um zu beschreiben, wie die Requisiten nun im Bühnenbild aussehen: „Voll korrekt!” Auch Patrick ist zufrieden mit dem Ergebnis: „Das ist viel besser geworden, als wir anfangs dachten.”

Und eines müssen die Schüler allesamt zugeben: Ein bisschen mehr angestrengt als für den normalen Werkunterricht haben sie sich auf jeden Fall. So ein Projekt ist eben etwas ganz Besonderes.
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