Klimaschutz bei der Fahrradtour im Blick

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Sensibilisiert: Im Rahmen der städteregionalen „Klima-Rad-Tour“ besuchten die Teilnehmer verschiedene regionale Standorte, an denen Klimaschutz großgeschrieben wird.

Nordkreis. Beim Thema Klimawandel geht es Stück für Stück vorwärts in eine Zukunft, in der Umwelt und Klima gleichermaßen geschützt werden können. Was für Möglichkeiten es im alltäglichen Leben zur Reduzierung und Kompensation von Emissionen gibt, das hat das Berufskollegs Herzogenrath im Rahmen einer „Klima-Rad-Tour“ erkundet.

Eingebettet war sie in das Projekt „Klima-Tour-Eifel“, das durch das Land NRW gefördert wird. Von Aachen nach Würselen über Herzogenrath bis nach Alsdorf wurden sogenannte „Best-Practice“-Beispiele der Nutzung von erneuerbaren Energien vorgestellt.

Organisiert wurde die Aktion von der Leiterin der städteregionalen Stabstelle Klimaschutz, Mareike Buttstädt, und Thomas König vom Amt für regionale Entwicklung.

Eine der Stationen war der Biohof Paulinenwäldchen. Bernhard Ruhl, zuständig für die Vermarktung, erläuterte die Schwerpunkte des Betriebes: „Rinderhaltung, Kartoffelanbau und Gemüseanbau sind unsere Standbeine. Auf 130 Hektar Fläche düngen wir mit Rindermist und Gründünger, damit die Nährstoffe im Boden erhalten bleiben.“

Dass das Kaufen von Produkten aus der eigenen Region nur ein Punkt im Kampf für ein besseres Klima ist, sehen die Schüler im Nullenergiehaus Avantis. Auffälliger als das Holzhaus ist der „Knick zur Sonne“, den es mittig hat. Dadurch, dass das Dach Richtung Süden gekippt ist, können Sonnenkollektoren aufgenommen und in Energie umgewandelt werden.

Von der Sonne zur Sonne

Vom klimafreundlichen „Holzhaus“ führte die Tour auf den Pedelecs zur Bürgerwindanlage nach Vetschau. Die neun Windanlagen auf Aachener und die drei auf niederländischer Seite erzeugen je mehrere Millionen Kilowattstunden im Jahr. Die Schüler interessierte vor allem die Aussicht von der 62 Meter hohen Kuppel des Windturms.

Nach der geschnupperten Höhenluft war die nächste Station die Biogasanlage in Würselen. Für die Biogasproduktion werden Gülle und feste Biomasse sowie Energiemais verwendet, so Kerstin Horzowski von der Stabstelle Klimaschutz. Nach entsprechender Aufbereitung kann das Biogas direkt in das bestehende Erdgasnetz eingespeist oder als Kraftstoff genutzt werden. Dass Klimaschutz so facettenreich ist, war vielen Teilnehmer vorher nicht bewusst.

Bei den Nivelsteiner Sandwerken in Herzogenrath, wo quarzhaltige Spezialsande hergestellt werden, wurde ebenso ein Stopp eingelegt wie beim Solarpark. Mit einer Spitzenleistung von zehn Megawatt kann der Solarpark rund 3000 Vierpersonenhaushalte versorgen. Er ist 1000 Meter lang, 80 Meter hoch und damit die zweitgrößte Solaranlage in Nordrhein-Westfalen.

Die letzte Route der „Klima-Rad-Tour“ führte nach Alsdorf zum „Energeticon.“ „Von der Sonne zur Sonne“ hieß die Kernbotschaft. Der Weg führte über die schrittweise Abkehr der Nutzung historischer Sonnenenergie in Form der fossilen Energieträger, hin zur unmittelbaren Nutzung gegenwärtiger Sonnenenergie in ihren verschiedenen Erscheinungsformen, als unendliche, regenerative Energiequelle.

Viele Stationen, viele Eindrücke und viele Erkenntnisse haben die Teilnehmer auf der Tour gesammelt. Mareike Buttstädt von der Stabstelle Klimaschutz sagt: „Mit der ‚Klima-Rad-Tour‘ konnten wir erneuerbare Energien erfahrbar machen und so einen Einblick in das vielfältige Klimaschutz-Engagement in unserer Region geben.“

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