Klein rechnet fest mit der Hilfe des Landes beim Schulneubau

Von: Berthold Strauch
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Schöne Zukunftsperspektiven: Rund um die Kraftzentrale und in dem denkmalgeschützten Gebäude soll ein gemeinsamer Standort für Gymnasium und Realschule entwickelt werden. Die Stadt rechnet fest mit einer üppigen Bezuschussung. Der Komplex soll in zwei Jahren fertig sein. Foto: B. Strauch

Alsdorf. Bürgermeister Helmut Klein sieht bei der Finanzierung des neuen Schulzentrums im Annapark keinen Grund zur Skepsis mehr. Bekanntlich hatte Oliver Wittke kurz vor seinem Rücktritt als NRW-Verkehrsminister noch einen Brief unterzeichnet, mit dem er die Bezuschussung grundsätzlich zusagte.

Das Ministerium fühle sich auch nach dem Chefwechsel „daran gebunden”, versuchte Klein am Donnerstagabend im Hauptausschuss die immer noch zweifelnden Grünen zu beruhigen.

Projekt nicht gefährden

Die Dringlichkeit, in diesem Gremium - und damit zunächst ohne den Rat - über den Geldsegen aus dem Konjunkturpaket des Bundes zu beraten, begründete der Verwaltungschef mit einer Fristsetzung bis Ende März.

Dann müssten bestimmte Förderanträge vorliegen, wolle man „das Projekt nicht gefährden”.

In den bisherigen Gesprächen habe das Ministerium auf Wittkes Zusage „Bezug genommen”. Offen sei lediglich noch, aus welchen Finanztöpfen das Geld fließen solle.

Klein rechnet mit einem Zuschuss in Höhe von insgesamt zwölf Millionen Euro. Knapp 35 Millionen Euro sollen verbaut werden. Noch liegen allerdings keine konkreten Pläne vor, wie die neuen Gebäude aussehen sollen.

Wie berichtet, soll ein beachtlicher Teil des Pakets aus Berlin in das Gymnasium und die Realschule gesteckt werden, wobei die Kraftzentrale einbezogen werden soll.

Vielleicht wäre es hilfreich in Sachen Klarheit, den neuen Minister für Bauen und Verkehr, Lutz Lienenkämper (CDU), kurzfristig aufs Anna-Gelände einzuladen. Immerhin ist das Land ja noch Eigentümer vieler Flächen und der Kraftzentrale.

Neben Sporthallen will die Stadt das neue Schulzentrum auch um eine angemessene Schulsportanlage ergänzen - „mit Bahnen und Sprungstätten wie an der Gesamtschule”, wie SPD-Fraktionschef Gustl Rinkens betonte.

Realisieren soll die Bildungsstätte die stadteigene Industrie- und Gewerbepark Alsdorf (IGA) GmbH - samt dem dorthin abgeordneten, federführenden Bürgermeister-Referenten Stephan Spaltner.

Grünen-Fraktionssprecher Horst-Dieter Heidenreich wollte im Hauptausschuss wissen, ob diese Vorgehensweise bereits mit der Kommunalaufsicht abgestimmt und von ihr genehmigt worden sei.

Kämmerer Günter Jansen betonte, dass „wir die Kommunalaufsicht nicht fragen müssen”. Eine Prüfung der Vertrags- und Rechtslage habe ergeben, dass die IGA das Schulprojekt ohne Änderung ihres Gesellschaftsvertrags übernehmen könne.
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