Baesweiler/Nordkreis - Klaus Peschke geht mit heiteren Worten

Klaus Peschke geht mit heiteren Worten

Von: Lars Odenkirchen
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Hat in seiner Amtszeit viel bewegt: VHS-Leiter Klaus Peschke geht in Ruhestand. Foto: Lars Odenkirchen

Baesweiler/Nordkreis. Gekonnt lässig stand Klaus Peschke am Rednerpult. Mit viel Humor und rheinischer Leichtigkeit nahm Peschke Abschied von der VHS-Nordkreis, in der er fast ein viertel Jahrhundert lang gewirkt hatte.

Pädagoge wollte Peschke auch ursprünglich gar nicht werden: Nach dem Abitur versuchte er es mit einer Ausbildung als Finanzinspektor - doch das war ihm zu trocken. Peschke begann ein Lehramtstudium, ging in den Schuldienst und studierte nebenbei Erwachsenenbildung. So wurde aus dem Mathe- und Physiklehrer ein stellvertretender Leiter der Volkshochschulen in Schaumburg und dann in Hameln, bevor es Peschke 1986 nach Baesweiler zog, wo er eine neue Heimat fand.

Viel hat sich seitdem in der VHS getan - Peschke kam zunächst als Leiter des Zweckverbandes Alsdorf-Baesweiler, der mittlerweile zur VHS Nordkreis ausgebaut wurde. Die VHS setzte in dieser Zeit klare Schwerpunkte: Integration einerseits, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Menschen jedes Alters andererseits. Besonderes Lob erntete Peschke auch dafür, dass er es stets geschafft hat finanzielle Zwänge und Bildungsziele unter einen Hut zu bringen. So etwa von Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens, der betonte dass „Klaus Peschke die VHS nicht nur verwaltet, sondern auch weiterentwickelt und eine tolle Gemeinschaft aus ihr gemacht hat.”

Lob gab es auch von den anderen Bürgermeistern und Beigeordneten, die Peschke verabschiedeten. Der VHS-Leiter habe „einen Mehrwert für die Bürger geschaffen”, meinte Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch, während sein Alsdorfer Kollege Helmut Klein bemerkte, dass Peschke „menschlich immer einen tollen Umgang gepflegt hat. Nicht einmal waren Gespräche mit ihm angespannt.” Würselens Beigeordneter Werner Birmans erklärte: „Klaus Peschke hat die unproblematische Zusammenführung der VHS erst möglich gemacht.”

Ebenfalls Lob, aber auch Denkanstöße gab es vom Personalratsvorsitzenden der VHS, Jochem Loeber: „Trotz vieler Reibungspunkte, die durch die Zusammenführung entstanden, hat Klaus Peschke aus dem neuen Zweckverband eine Einheit geschaffen. Dennoch gab es wegen der häufigen Einsparungen natürlich auch Konflikte mit dem Personalrat.” Dem pflichtete auch Peschkes Nachfolger, Henry Engel bei: „Wir haben es geschafft, anfängliche Differenzen zu überwinden und gut zusammengearbeitet. Mein Vorgänger hinterlässt mir keine offenen Baustellen, aber dennoch wird unsere Arbeit nicht einfacher: In unserem relativ alten Kollegium können aufgrund der Einsparungen viele in Ruhestand gehende Mitarbeiter nicht ersetzt werden.

Herausforderungen steigen

Der scheidende Pädagoge teilte die Einschätzung, dass viele Herausforderungen auf die VHS zukommen werden. Seine Rede war aber auch unterhaltsam: Peschke scherzte über die Würselener Verkehrsführung, die Größe des Herzogenrather Bürgermeisters oder die relativ häufig wechselnden Bürgermeister Alsdorfs. Auch den Baesweiler Carl-Alexander-Park lies er nicht aus. Dabei ist der langjährige Leiter der VHS von Haus aus gar keine rheinische Frohnatur - schließlich wuchs er in der Nähe von Hameln in Niedersachsen auf.

Den Abschied aus dem langjährigen Beruf nahm er gelassen: „Ich dachte, ich gehe mit zwei weinenden Augen - doch in den letzten Tagen ist mir bewusst geworden, dass die Zeit so schön war, dass es keinen Grund zum Weinen gibt.” Langweilig wird dem ehemaligen Leiter auch als Rentner nicht: Engagiert ist er etwa im Baesweiler Geschichtsverein und als Walker und Jogger. Auch für seine Frau, mit der er seit über 40 Jahren verheiratet ist, wird er nun mehr Zeit haben.

Demnächst drückt Klaus Peschke aber auch wieder die Schulbank: In einem VHS-Sprachkurs natürlich, er möchte Niederländisch lernen.
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