Nordkreis - Klangvolle Winterreise in den Frühling

Klangvolle Winterreise in den Frühling

Von: mabie
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Tobias Koltun am Klavier und Bariton Sebastian Seitz zeigten bei ihrer „Winterreise“ von Franz Schubert in der Erlöserkirche Siersdorf hervorragende Leistungen. Foto: Markus Bienwald

Nordkreis. Was der Klimawandel mit Musik und Kunst zu tun hat, erklärte beim Konzert in der evangelischen Erlöserkirche Siersdorf nicht nur Pfarrer Ulrich Schuster. So wäre Franz Schubert beim zurückliegenden Winter wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, seine Winterreise so zu komponieren, meinte Schuster.

Denn gleich drei Musiker zeigten an diesem Frühlingssonntag, dass auch ein Abstecher in den Winter nicht unbedingt an die Jahreszeit gebunden sein muss. Zwar ließ sich Felix Koltun bei seinem eindrucksvoll intonierten Eröffnungsstück „Ballade Nr. 3“ (op. 47) von Frédéric Chopin noch nicht auf eine Jahreszeit festlegen.

Doch mit seinem Spiel gelang es ihm, den Fokus der vielen Besucher auf das Kommende zu richten. Und das war mehr als nur beeindruckend, auch wenn die „Winterreise“ vielleicht nicht unbedingt die leichteste Form musikalischer Kost darstellt. So sang sich Sebastian Seitz, der sich unter anderem schon als Papageno in Mozarts „Zauberflöte“ bestens bewährte, durch eine musikalische Winterlandschaft, die mit dem dynamischen und ausgefeilten Klavierspiel von Tobias Koltun immer die passende Basis fand.

Da öffneten die begeisterten Gäste Ohren und Herz für die „Gefrohrnen Thränen“, da wurde das „Irrlicht“ in den tiefsten Felsengründen erkundet und „Der stürmische Morgen“ eindrucksvoll interpretiert, dass es eine wahre Wonne war. Dank der ausgezeichneten Akustik des Kirchenbaus und der ausgesuchten Musiker wurde diese Reise, auch wenn sie vielleicht nicht ganz zum Wetter dieses beginnenden Frühlings passte, zu einer wonnigen Fahrt durch wundervolle Klangwelten.

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