Alsdorf - Kitas in Alsdorf: Stadt greift „armem Träger“ unter die Arme

Weltmeisterschaft Weltmeister WM Pokal Russland Fifa DFB Nationalmannschaft

Kitas in Alsdorf: Stadt greift „armem Träger“ unter die Arme

Von: -ks-
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf. Die Stadt Alsdorf akzeptiert, dass sich die Evangelische Gemeinde Alsdorf und der von ihr finanziell abhängige Evangelische Kindergartenverein Alsdorf (Eva) aus der ursprünglich geltenden finanziellen Beteiligung am Betrieb der beiden evangelischen Kindertageseinrichtungen in Alsdorf „raus tun“.

Hintergrund ist, dass die Evangelische Gemeinde angesichts schwindender Mitgliederzahlen und Einnahmen ihren Haushalt strukturell nachhaltig entlasten will.

Konkret geht es um die Kitas Alsdorf-Mitte, Bodelschwinghweg, und Ofden, Theodor-Seipp-Straße. Und mehr noch. Die Stadt Alsdorf übernimmt wunschgemäß den Eigenanteil des Vereins an den anerkannten Betriebskosten in Höhe von neun Prozent. Das schlägt für die Stadtkasse mit jährlich exakt 76.818 Euro zu Buche. Dies hat jetzt der Stadtrat beschlossen. Der Löwenanteil des Betriebs (91 Prozent) wird, wie bei anderen kirchlichen Kindergärten auch, ohnehin von „Vater Staat“ (re-)finanziert.

Aber die Stadt bekommt auch etwas dafür. Im Gegenzug hat sich die Evangelische Gemeinde rechtsverbindlich verpflichtet, in einem einmaligen finanziellen Kraftakt den U3-Ausbau im Kindergarten in Ofden zu leisten, was indes durch das Land NRW kräftig bezuschusst wird. Der Ausbau soll bis August 2014, also bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahrs, fertig gestellt sein. Die Gemeinde will das für die Investition notwendige Geld (Eigenanteil) aus der Vermarktung kircheneigener Flächen beibringen.

Zugleich schließt die Stadt mit Eva einen Trägervertrag, der die Modalitäten der Finanzierung, den Betrieb und das „Beschicken“ der Einrichtung mit Kindern regelt. Letzteres erfolgt in Abstimmung mit der örtlichen, sprich städtischen Jugendhilfeplanung. Die evangelische Kirche ist bzw. bleibt weiterhin engagiert.

Im Vorfeld war im Jugendhilfeausschuss darüber diskutiert worden, ob entsprechend der Kostenübernahme auch des Anteils des „armen Trägers“ Eva durch die öffentliche Hand nicht das Mitspracherecht ausgedehnt werden sollte.

Dies hatte jedoch der Vorsitzende des Presbyteriums, Pfarrer Ulrich Eichenberg, als „Unding“ und „kirchenfeindlichen Akt“ bezeichnet und angedeutet, dass die evangelische Kirche dann nicht ihren Anteil am U3-Ausbau aufbringen würde.

Letztlich wäre es jedoch für die Stadt Alsdorf unterm Strich teurer geworden, ihrerseits die Kinderbetreuung in Ofden zu organisieren, würde die evangelische Gemeinde „ihren“ Kindergarten nicht entsprechend offen halten und bedarfsgerecht ausbauen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert