Würselen - Kita „Lebens-Spiel-Raum“ soll dauerhaft U3-Plätze anbieten

Kita „Lebens-Spiel-Raum“ soll dauerhaft U3-Plätze anbieten

Von: Georg Pinzek
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Muss um- und ausgebaut werden: Die Kita „Lebens-Spiel-Raum“ soll auch dauerhaft U3-Plätze anbieten. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Die Einrichtung von weiteren U3-Betreuungsplätzen im Familienzentrum Gerhart-Hauptmann-Straße „Lebens-Spiel-Raum“ ist nach Einschätzung der Stadtverwaltung „alternativlos, da ansonsten der stetig wachsende Bedarf an Betreuungsplätzen nicht gedeckt werden kann“.

Ursprünglich wurde die städtische Einrichtung mit drei Gruppen der Gruppenform III für Kinder ab drei Jahren betrieben. Um den Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren erfüllen zu können, richtete die Stadt Würselen in Absprache mit dem Landesjugendamt ab dem Kindergartenjahr 2012/13 eine provisorische Gruppe (Gruppenform I) für 14 Kinder über drei Jahre und sechs Kinder ab zwei Jahren ein. Diese Betriebserlaubnis ist laut Stadtverwaltung jedoch daran gebunden, aus dem Provisorium zügig eine dauerhafte Einrichtung zu machen.

Doch dafür sind eben auch umgehend bauliche Maßnahmen notwendig. So sollen künftig im Familienzentrum dauerhaft zwei Gruppen III und eine Gruppe I angeboten werden. Für die Gruppe mit U3-Plätzen ist der Ausbau von Ruheräumen und ein Umbau der Sanitärräume erforderlich. Der geplante Umbau geht einher mit Veränderungen im Bereich der Küche, der Besprechungs- und Ergänzungsräume beispielsweise für Fördermaßnahmen der Kinder.

Die Kosten hat der für das städtische Gebäudemanagement zuständige Fachbereich auf rund 550.000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen Ausgaben für die Einrichtung von 18.000 Euro. Diese Mittel hat der Stadtrat bereits im November bewilligt. Den Ausbau von U3-Plätzen bezuschussen Land und Bund. Vorausgesetzt wird ein zehnprozentiger Eigenanteil. Düsseldorf zahlte bislang 17.000 Euro für jeden neuen U3-Platz, Berlin steuerte jeweils 20.000 Euro bei.

So rechnet die Stadt Würselen auch in 2014 mit weiteren Zuschüssen für den Ausbau der U3-Betreuuung. Um Mittel beim Landesjugendamt von über 200.000 Euro beantragen zu können, müssen aber Planungsunterlagen eingereicht werden, wirbt die Verwaltung für einen entsprechenden Beschluss, den der Jugendhilfeausschuss in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 23. Januar, 17.30 Uhr, im Rathaus fassen soll.

Zum Kindergartenjahr 2014/15 wird die Stadt mit Kita-Trägern über den weiteren Ausbau des Angebots verhandeln. So wird voraussichtlich die Katholischer Kita St. Marien im nächsten Jahr eine zusätzliche dritte Gruppe vom Gruppentyp I einrichten. Der DRK-Kreisverband Städteregion Aachen kündigte im Dezember 2013 an, einen Neubau für die beiden Kitas Mauerfeldchen und Birkenstraße 51 zu realisieren, falls dafür geeignete Grundstücke gefunden würden.

Die Stadt will das DRK bei den Bemühungen in den kommenden Monaten unterstützen. In der Konsequenz wurden die beiden derzeit vorliegenden Anträge auf Investitionskostenzuschüsse für den U3-Plätze-Ausbau auf Eis gelegt beziehungsweise abgeändert. Der Antrag hinsichtlich der Erweiterung der DRK-Kita Birkenstraße 65 bleibt voraussichtlich bestehen.

Auch die AWO-Kita UG (Arbeiterwohlfahrt-Kinder in der Städteregion Aachen, Gemeinnützige Unternehmergesellschaft) plant einen Neubau mit einer Erweiterung ihrer Kindertageseinrichtung von derzeit zwei Integrativen Gruppen um eine weitere Gruppe des Gruppentyps I im Bereich Stadtmitte, da das Gebäude an der Morsbacher Straße aufgegeben werden soll. Dabei sind laut Verwaltung die Verhandlungen bezüglich eines geeigneten Grundstücks bereits fortgeschritten.

Bundesweit ist ein Versorgungsgrad für 35 Prozent der unter dreijährigen Kinder anvisiert. Diese Plätze sollen zu 70 Prozent in den Kindertagesstätten und zu 30 Prozent in der Kindertagespflege angeboten werden. Laut Bedarfsplanung werden zum August 2014 im Bereich der Kindertagesstätten 201 Plätze für unter Dreijährige zur Verfügung stehen, 84 Plätze in der Kindertagespflege, so dass zum neuen Kindergartenjahr das angestrebte Ziel eines Versorgungsgrades von 35 Prozent in der Stadt Würselen erreicht ist.

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