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Kita Florianstraße: Kein schuldhaftes Verhalten der Stadt

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Bodenplatte „geputzt“: Der Neubau der Kindertagesstätte soll auf dem vorhandenen Untergrund erfolgen. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Der ebenso altehrwürdige wie die aktuelle Sprachentwicklung einordnende Duden merkt zum Sankt-Florians-Prinzip an: „Prinzip des Handelns nach dem egoistischen Grundsatz, etwas Unangenehmes oder Ähnliches von sich selbst wegzuschieben, ungeachtet dessen, dass andere davon betroffen werden.“

 Haben so die Stadt Alsdorf und insbesondere der aktuelle Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) in Sachen Kindertagesstätte Florianstraße gehandelt, die auf Grund ihres maroden Zustands hat abgerissen werden müssen?

Mit diesem Themenkomplex hat sich die Kommunalaufsicht der Städteregion Aachen auf Grund einer Beschwerde aus dem politischen Raum befasst. Um das Ende vorweg zu nehmen: Die Behörde von Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) sieht keine Veranlassung für ein weiteres aufsichtsbehördliches Vorgehen. Die Kommunalaufsicht, so Pressesprecher Detlef Funken auf Nachfrage, habe die Vorgänge genau geprüft und seitens der Stadt Alsdorf nicht nur eine Stellungnahme erhalten, sondern auch darauf fußend Ergänzungsfragen gestellt. Allerdings sei ein zu beanstandendes Verhalten der Stadt nicht festzustellen gewesen.

Bürgermeister Alfred Sonders fühlt sich und die Stadt natürlich entsprechend bestätigt und nachhaltig entlastet. Die gravierenden Mängel seien erst im Jahre 2012 deutlich geworden, als die Kita Florianstraße in Sachen U3-Betreuung ausgebaut werden sollte und man dazu hinter die Kulissen habe blicken können. Da sei klar geworden, dass die nach außen einwandfrei wirkende und auch gepflegte Holzkonstruktion schwer geschädigt war. Allerdings habe „zu keinem Zeitpunkt Einsturzgefahr“ bestanden.

Zu dem Vorwurf, bereits im Jahre 1998 sei in einer Gremiensitzung die Kita Florianstraße neben anderen Gebäuden als mängelbehaftet erwähnt worden, merkt Sonders an, dass dies nach Recherchen der Verwaltung „nur pauschal und nicht differenziert“ erfolgt sei. Die Kontaktnahme mit damals in der Verantwortung stehenden Köpfen der Verwaltung habe keine weiteren Erkenntnisse ergeben. Falsch sei auch der Vorwurf, dass ein städtischer Architekt verantwortlich sei. Dieser habe für das Ende der 1980er Jahre errichtete Gebäude nur den groben Entwurf geliefert. Detailplanung und Bauausführung hätten andere erbracht. Eventuelle Ansprüche seien längst verjährt.

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