Kirmesplatz ist beim Nachwuchs großes Thema

Von: Stefan Schaum
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Viele Fragen und Wünsche: Baesweilers Schüler äußerten sie im Jugendparlament. Foto: Stefan Schaum
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Gewinner dank „Kuchen“: Jule Radau (l.), Lena Bremer und Till Esser hatten bei der Osterrallye das richtige Lösungswort. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Ein Freibad für Baesweiler hat keiner der Teenager gefordert. Auch kein Kino, wie es sonst gern mal bei Jugendparlamenten gewünscht wird. Was die gut 30 jungen Teilnehmer des Parlamentes im Haus Setterich vorbrachten, war sehr viel realistischer. Sozusagen: erfüllbar.

„Wir wollen gerne für euch tun, was wir können“, stellte Bürgermeister Willi Linkens dem einstündigen Austausch zwischen Verwaltungsspitze und der jungen Generation Baesweilers voraus.

Dass die Schüler mit ihren Ideen ernst genommen werden, belegte auch die Anwesenheit der Fraktionsvorsitzenden. Matthias Puhl (CDU), Gabi Bockmühl (SPD), Rolf Beckers (Grüne) und Dieter Reiprich (FDP) – sie alle hörten aufmerksam zu. Schließlich geht es bei einem Jugendparlament immer auch darum, der Jugend die Politik an sich schmackhaft zu machen und für den Wert der Demokratie zu werben. Das fängt schon bei den Spielplätzen an. Die seien nämlich mitunter ganz schön dreckig, meinten einige der Teilnehmer. Das hörte der Bürgermeister nicht zum ersten Mal. „Das ist leider ein Dauerthema. Wir räumen nachmittags alles weg – und am nächsten Morgen liegen wieder neue Dinge da.“ Doch werde die Stadt bestimmt da ganz bestimmt am Ball bleiben. Auch bei den nötigen Reparaturarbeiten an Spielgeräten, was im Jugendparlament ebenfalls gewünscht wurde. Schwieriger wird das bei den Sportplätzen. „Wir würden Euch gerne Kunstrasenplätze bauen, aber die sind leider irre teuer“, sagte Linkens.

Tagespolitik

Auch die Tagespolitik in der Kommune hatten die kleinen Parlamentarier bereits im Blick. „Kommt die Kirmes weg, wenn ein neuer Supermarkt am Feuerwehrturm gebaut wird?“, wollte einer wissen. Er konnte beruhigt werden. Linkens: „Nein. Die bleibt da – und sie wird auch ganz bestimmt nicht kleiner!“

Infos rund um Aktivitäten in der Stadt gab es reichlich beim Jugendparlament, das erstmals von der neuen Jugendbeauftragten Nicole Ortmanns geleitet wurde. Von den Terminen der „Woche der Jugend“ (15. bis 20. Juli) bis zu den Angeboten im Jugendcafe Windmühlenstraße und im Malteser-Jugendtreff kam alles zur Sprache, was die Stadt für ihre Jüngsten zu bieten hat. Zu diesen Angeboten gehörte jüngst auch die „Osterrallye“, bei der es auf der Suche nach Buchstaben für ein Lösungswort kreuz und quer durch die Stadt ging.

Auf 70 Zetteln stand am Schluss der richtige Begriff: „Kuchen“. Drei Gewinner wurden per Los ermittelt und zum Schluss der Parlamentssitzung mit Gutscheinen und Süßem beschenkt: Auf dem ersten Platz landete Till Esser, gefolgt von Lena Bremer und Jule Radau. Und so galt für sie am Ende dasselbe wie für die Teilnehmer des Parlaments: Mitmachen lohnt sich!

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