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Kirchengemeinde kümmert sich um förderungswürdige Kinder

Von: ehg
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von links: Pfarrer Harry Haller, Claudia Ages (Jugendausschuss), Gisela Voigt (Diakonieausschuss) und Lehramtsanwärterin Maren Frank. Foto: Wolfgang Sevenich
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Förderprojekt erfolgreich gestartet: (v.l.) Pfarrer Harry Haller, Claudia Ages (Jugendausschuss), Gisela Voigt (Diakonieausschuss) und Lehramtsanwärterin Maren Frank. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Zum zweiten Schulhalbjahr hat die Evangelische Kirchengemeinde Würselen das Projekt „Miteinander lernen“ aus der Taufe gehoben. Den Anstoß dazu gab, so berichtet Pfarrer Harry Haller, eine Synode zum Thema Armut. Sowohl der Diakonieausschuss unter Gisela Voigt als auch der von Claudia Ages geleitete Jugendausschuss nahmen sich seiner an.

Das Ergebnis ist das ins Leben gerufene Projekt, wobei das Haus der Familie in Aachen, wo es vor zwei Jahren auf den Weg gebracht worden ist und heute schon förderungswürdige Kinder und Jugendliche bis zum Abitur betreut, das Vorbild darstellte.

37 Grundschüler aus armutsgefährdeten Familien und solchen mit Migrationshintergrund der verschiedensten Religionen werden von der zweiten Klasse an in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch gefördert. Pfarrer Haller: „Damit leistet die Evangelische Kirchengemeinde einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit.“

Eigenständiges Leben ermöglichen

Sie sei erst dann gewährleistet, wenn alle Kinder unabhängig von ihrer Herkunft ein schulisches Kompetenzniveau erreichen können, „das ihnen ein eigenständiges Leben in unserer Gesellschaft ermöglicht“. Dazu die Vorsitzende des Diakonieausschusses: „Wir dürfen hilfebedürftige Kinder nicht abhängen. Sie fehlen uns in Zukunft am Arbeitsmarkt und fallen der Sozialhilfe zum Opfer.“

Die 37 Kinder, die samstags in fünf kleinen Gruppen im Gemeindezentrum an der Grevenberger Straße die Schulbank drücken, stammen aus allen Grundschulen der Stadt. Für das Projekt „ausgewählt“ wurden sie von den Sozialarbeitern und von den Klassenlehrern weiter empfohlen. Claudia Ages: „Wir stehen nach wie vor im engen Kontakt mit ihnen.“ Feststellen darf sie, dass die Kinder gerne das Angebot annehmen. „Sie lernen bei uns anders, zwar intensiv, aber doch spielerisch.“

Es werde großer Wert darauf gelegt, dass sie die zweimal 55 Minuten außerhalb der Schule mit Freude dabei sind. Werde doch durch Freude am Lernen und durch Lernerfolge – die ersten haben sich schon eingestellt – die Lernmotivation gesteigert. „Es handelt sich nicht um Hausaufgabenbetreuung oder Nachhilfe.“

Für das Projekt wurden fünf Lehramtsstudenten der RWTH Aachen gewonnen. Sie erhalten ein Honorar. Ihre Arbeit wird von der Universität als Sozial- und Hospitationspraktikum angerechnet. „Für die Studenten ist es eine optimale Möglichkeit, schon früh im Studium praktische Erfahrung in der Arbeit mit Kindern zu sammeln“, führt die Leiterin des Jugendausschusses der Gemeinde aus.

„Sie schulen ihre didaktischen und methodischen Kompetenzen, erproben Unterrichtsmethoden und lernen, eigene Unterrichtskonzepte zu erstellen.“ Begleitet werden die Studenten vom ehemaligen Leiter des Städtischen Gymnasiums, Olaf Andersen. Sie treffen sich zu einem regelmäßig Austausch. Hier werden Erfolge, Schwierigkeiten und Neuerungen miteinander besprochen. Auch die Eltern, die vielfach nur gebrochen Deutsch sprechen, werden in Gesprächsrunden mit einbezogen. Sie finden regelmäßig im Anschluss an die Förderung statt. Die Studenten zeigten ihnen, wie sie die Lerninhalte zu Hause so umsetzen können, dass den Kindern das Lernen Spaß mache.

Unterstützt wird die Evangelische Kirchengemeinde – sie stellt die Räume und finanziert die Unterrichtsmaterialien – von der „Aktion Mensch“, von der Kulturstiftung der Sparkasse Aachen und vom Rotary Club Aachen-Land. Um das Projekt über den 31. Januar 2014 hinaus fortführen zu können, ist es weiter auf Unterstützung angewiesen.

Ages sagte: „Wir möchten langfristig und nachhaltig diese Förderung bedürftiger Kinder aufrecht erhalten. Wir freuen uns über jede Spende.“ Erbeten wird sie auf das Konto 216, Haushaltsstelle 11200010482000, Sparkasse Aachen, BLZ 39050000. Ansprechpartnerin ist Claudia Ages, Telefon 02405/81565, Email claudia.ages@gmail.com

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